Originalquelle: [ALLRIS-Original](https://www.bonn.sitzung-online.de/public/TO020?TOLFDNR=2013797) # Ö 5.24 Generalintendanz für das Theater Bonn ab der Spielzeit 2023/24; hier: Eckpunkte für einen ergänzenden Generalintendantenvertrag für die Zeit vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2028 beschlusstext · 2021-12-09 · Rat - [Vorlage](https://mcp.linkebonn.de/vorlage/vg:2003414) - [Sitzung](https://mcp.linkebonn.de/sitzung/si:402) ## Beschlusstext (amtlich) —— Beschlussauszug Sitzung des Rates vom 09.12.2021 5.24 Generalintendanz für das Theater Bonn ab der Spielzeit 2023/24; hier: Eckpunkte für einen ergänzenden Generalintendantenvertrag für die Zeit vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2028 geändert beschlossen 211981 Abstimmungsergebnis: geändert, ziffernweise Abstimmung wie Kulturausschuss (18.11): Ziffer 1: Mehrheit gegen BBB, AfD und Stv. Fahrenholtz Ziffer 2: Mehrheit gegen BBB und AfD bei Eh. Stv. Erdmann -Die Partei- und Stv. Poppe-Reiners -RheinGrün- Ziffer 3: Mehrheit gegen BBB, FDP, AfD, Stv. Fahrenholtz -parteilos- bei Eh. Stv. Erdmann -Die Partei- und Stv. Poppe-Reiners -RheinGrün- Ziffer 4: Mehrheit gegen BBB und AfD Beschluss: 1. Herr Dr. Bernhard Helmich wird weiterhin für die Zeit vom 01.08.2023 – 31.07.2028 als Generalintendant für das Theater Bonn bestellt. Die Verwaltung wird ermächtigt, mit Herrn Dr. Helmich auf der Grundlage der in Anlage 1 beigefügten Eckpunkte einen ergänzenden Vertrag zum bestehenden Dienstvertrag vom 23.05.2012 und dem 1. Ergänzungsvertrag vom 01.06.2016 abzuschließen. 2. Der Rat beauftragt den Generalintendanten und das JTB (Junges Theater Bonn) mit der gemeinsamen Entwicklung, einvernehmlichen Abstimmung und Umsetzung eines Konzeptes, das eine strategische Kooperation mit mit dem JTB beinhaltet. Es soll erreicht werden, dass das JTB als eigenständiges, privat getragenes Theater für junges Publikum dauerhaft erhalten und gestärkt wird, so dass es seine Arbeit qualitativ und quantitativ auf dem derzeitigen Niveau langfristig fortsetzen kann. Das Konzept ist dem Kulturausschuss in 2022 vorzustellen. Im Konzept gilt es vor allem, Vorschläge für schlanke rechtliche Formen der Zusammenarbeit zu machen sowie die finanziellen Auswirkungen bis 2030 darzustellen und eine mittelfristige Finanzplanung vorzulegen. Es sind Vorschläge für die Nachhaltigkeit und die Finanzierung der zusätzlichen Aufgaben zu machen. Außerdem ist eine intensivierte Zusammenarbeit mit dem Theater Seite 1 von 3 Beschlussauszug der Sitzung des Rates Seite 2 —— Marabu sowie der Bühne der Brotfabrik zu entwickeln, damit diesen keine Nachteile entstehen, sondern das gesamte Theaterangebot für Kinder und Jugendlichen in den Jahren 2023 - 2028 stabilisiert werden kann und sich gegenseitig stärker ergänzt. Die Verwaltung, geplante Ausgaben und Finanzierung hierfür sind in einem Konzept darzulegen. Das Konzept soll einen Start für die Entwicklung einer Vision für das Theaterangebot für Kinder und Jugendliche in Bonn enthalten, die auch der Kulturstadt Bonn, den Internationalen Wirtschaftsstandort Bonn bzw. der UN-Stadt Bonn gerecht wird. 3. Unter diesen Voraussetzungen, die das Theaterangebot für alle Generationen absichern und qualitative Verbesserungen garantieren, sind weitere Einsparungen im Bereich des Theater Bonn nicht realisierbar. Die von der aufgrund des Ratsbeschlusses DS-Nr.: 1611910EB11, Ziffer 3 mit der Untersuchung der „Einsparpotenziale im Kulturbereich“ beauftragten Firma actori in der zweiten Stufe der Untersuchung festgestellten und im Kulturausschuss am 22.11.2018 vorgestellten Ergebnisse (DS-Nr. 1812981), wurden von der Verwaltung bewertet. Letztlich wurde festgestellt, dass die Einsparvorschläge nicht umsetzbar sind. Einsparungen i.H.v. 300.000,00 Euro wurden im Intendantenvertrag des Theaters durch den 1. Ergänzungsvertrag vom 01.07.2016 bis zur Spielzeit 2022/2023 bereits festgeschrieben. Zudem wurde der Betriebskostenzuschuss aufgrund der Vermietung der Schauspielhalle Beuel um 150.000 € reduziert. Der Beschlussteil der DS-Nr. 1511258EB42 („Pauschale“ Einsparung von insgesamt 3,2 Mio. EUR im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes 2015 bis 2024) wird aufgehoben. 4. Wie bereits im Zusammenhang mit der im Kulturausschuss am 02.05.2018 zur Kenntnis genommenen Mitteilungsvorlage zur externen Untersuchung von Einsparpotenzialen im Kulturbereich – Stufe 1: Theater Bonn, DS-Nr. 1810578, von der Verwaltung vorgeschlagen, soll gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Theaters, der Kulturverwaltung und der Politik ein Dialog aufgenommen werden, um auf Basis des seinerzeit erstellten actori-Gutachtens über Schritte der künftigen Entwicklung zu sprechen und Vorschläge für perspektivische Maßnahmen zu machen. 5. Das Theater Bonn schlägt eine Anpassung der Entgeltordnung ab der Spielzeit 2023/2024 vor. Ziel ist eine sozialverträgliche Erhöhung der Eintrittspreise, die die beiden niedrigsten Preissegmente sowie die reduzierten Karten nicht betreffen. Die Kategorien der Sitzplätze werden in dem Zusammenhang ebenfalls überprüft. - - - Die hervorgehobenen Ergänzungen gehen zurück auf die Empfehlung des Seite 2 von 3 Beschlussauszug der Sitzung des Rates Seite 3 —— Kulturausschusses am 18.11.2021, des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe am 23.11.2021 sowie des Hauptausschusses am 02.12.2021, denen sich der Rat in ziffernweiser Abstimmung mehrheitlich angeschlossen hat. An einer Aussprache beteiligten sich: Stv. Poppe-Reiners -RheinGrün-, die ihre Enthaltung begründet. Stv. Schröder -FDP-, der ziffernweise Abstimmung beantragt und dies begründet. Stv. Schott -BBB-, der Kritik an der Vorlage äußert und diese begründet. Stv. Repschläger -Linke-, der erläutert, warum der Beschluss in einer Sondersitzung gefasst wurde. 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