Originalquelle: ALLRIS-Original
212196 · 2021-12-07 · Große Anfrage · öffentlich
Antragsteller: Elmar Conrads-Hassel Thomas Fahrenholtz Karin Langer Brigitta Poppe-Reiners
Immer mehr Beschlussvorlagen erreichen die Bezirksvertretung Bonn, die sich auf Bauvorhaben beziehen, die einen wachsenden Wohnraumbedarf anzeigen und wegen steigender Einwohnerzahlen, zu schnellem Handeln drängen. Damit die Bezirksvertretung Bonn qualifizierte Entscheidungen fällen kann, muss sie sich auf belastbares Zahlenmaterial verlassen können.
Geht man von einem Wachstum in Bonn von 37.000 Personen aus und nimmt man den Bevölkerungsanteil des Bezirks Bonn an der Gesamtbevölkerung zur Grundlage, dann entfallen ca. 50% des angenommenen Zuwachses auf den Bezirk Bonn, das entspricht 18.500 Personen. Eine so hohe Zahl wirft Fragen auf, die die Bezirksvertretung in ihren Entscheidungen berücksichtigen muss: Stimmt der Bedarf mit dem realen Bevölkerungswachstum überein? Wie viel ist schon gebaut worden? Wie hoch ist der Erfüllungsgrad des prognostizierten Baubedarfs? Ist es überhaupt realistisch so viel zu bauen, ohne die Lebensqualität der Bonner/innen massiv zu beeinträchtigen?
Die von der Stadtverwaltung oft zitierte Zahl von einem Zuwachs von 37.000 Einwohnern, bedarf, vor dem Hintergrund der GEWOS Studie, einer kritischen Überprüfung. Ziel muss es sein, durch möglichst genau
_Abschnitt gekürzt. Weiter mit abschnitt=sachverhalt und offset des Eintrags in weiter._
In städtischen Publikationen sowie Stellungnahmen der Verwaltung wird von einem starken Zuwachs der Bonner Bevölkerung ausgegangen. In der Regel spricht man von einem Zuwachs von 37.000 Personen bis 2040. Diese Zahlen stehen im Gegensatz zu den Zahlen einer Studie des Hamburger GEWOS Instituts, welche am 20.11. 2020 in der Tagesschau vorgestellt wurde. In dieser Studie wird eine Wachstumszahl von - 1, 3% für Bonn bis 2035 vorausgesagt. Dazu folgende Fragen:
—— Beschlussauszug Sitzung der Bezirksvertretung Bonn vom 07.12.2021
2.4 Prognosen zum Bevölkerungswachstum in Bonn vertagt
212196
Abstimmungsergebnis: einstimmig
Inhalt der vertagten großen Anfrage: In städtischen Publikationen sowie Stellungnahmen der Verwaltung wird von einem starken Zuwachs der Bonner Bevölkerung ausgegangen. In der Regel spricht man von einem Zuwachs von 37.000 Personen bis 2040. Diese Zahlen stehen im Gegensatz zu den Zahlen einer Studie des Hamburger GEWOS Instituts, welche am 20.11. 2020 in der Tagesschau vorgestellt wurde. In dieser Studie wird eine Wachstumszahl von - 1,3% für Bonn bis 2035 vorausgesagt. Dazu folgende Fragen:
Institut, Hamburg, aus 2020 ein, wonach von einem negativen Bevölkerungswachstum von -1,3 Prozent für die Stadt Bonn bis 2035 ausgegangen wird. Wie erklärt sich die Stadt Bonn die Diskrepanz zu den Prognosen des statistischen Landesamtes, das von einem Wachstum der Bevölkerung auf 367.000 im selben Zeitraum ausgeht?
GEWOS Institut zu ihren Ergebnissen gekommen is
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Stellungnahme der Verwaltung
Die in der Großen Anfrage genannte GEWOS-Studie ist der Verwaltung bislang nicht bekannt. Daher kann die Verwaltung hierzu keine Einschätzung abgeben. Sobald die Untersuchung der Verwaltung vorliegt und hinsichtlich der getroffenen Annahmen, der angewandten Methodik sowie der ermittelten Ergebnisse geprüft wurde, wird die Verwaltung die Große Anfrage beantworten.
Beschlussvorschlag
Mitteilung:
Mit der Großen Anfrage DS-Nr. 212196 wurde nach einer Einschätzung der Verwaltung zu den unterschiedlichen Ergebnissen zweier Studien zur Bevölkerungsentwicklung gefragt. Die Stadtverwaltung führte in ihrer Stellungnahme DS-Nr. 212196-01 ST aus, dass die GEWOS-Studie der Verwaltung noch nicht vorlag und entsprechend eine Stellungnahme erst später erfolgen könnte. Die Bezirksvertretung Bonn nahm diese Stellungnahme in ihrer Sitzung am 08.02.2022 zur Kenntnis und bat die Verwaltung darum, die Ergebnisse der Prüfung als Mitteilungsvorlage vorzulegen.
Dazu kann die Verwaltung nun mitteilen:
Die beiden genannten Prognosen stammen aus unterschiedlichen Berechnungen und kommen zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen. Die WIP-Bevölkerungsprognose von GEWOS gibt für den Zeitraum von 2019 – 2035 eine Bevölkerungsrückgang in Bonn von 2% an.
Die Bevölkerungsvorausberechnung von IT.NRW ermittelt für den Zeitraum von 2018 – 2040 einen Bevölkerungszuwachs von 12%.
Zur WIP-Bevölkerungsprognose gibt GEWOS an, dass die Prognose für alle Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland standardisiert vorgenommen wurde; besondere regionale Rahmenbedingungen wurden nur beschränkt be
_Gekürzt._