Originalquelle: ALLRIS-Original

CDU-Antrag: Runder Tisch Geburtshilfe

212300 · 2022-01-12 · Antrag · öffentlich

Antragsteller: CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Ursula Sautter Feyza Yildiz Georg Goetz Alfred Giersberg

Sachverhalt

Die Anzahl der von den Bonner Standesämtern beurkundeten Geburten ist (von geringen Abweichungen abgesehen) in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen (2012: 5.390; 2015: 6.039; 2020: 6.258). Nach Aussage von Elternvertreter*innen ist jedoch das Angebot von Geburtshilfedienstleistungen nicht in gleichem Maße gewachsen. Dies ist insbesondere deshalb kritisch, da in den letzten Jahren zahlreiche Geburtsstationen in Krankenhäusern im Bonner Umland geschlossen wurden (in Beuel, Bad Godesberg, Waldbröl, Siegburg, Eitorf, St. Augustin, Hardtberg und Bad Honnef) und deshalb ein verstärkter Zustrom von schwangeren und gebärenden Frauen angenommen werden muss – was sich in den standesamtlichen Statistiken (s.o.) jedoch nicht niederschlägt, da diese Frauen dort nicht registriert werden.

Die Kreißsäle der Krankenhäuser müssen sich häufiger über kürzere oder längere Zeiträume, von der Notfallversorgung beim Rettungsdienst abmelden. Dabei ist auch wichtig zu erfahren, welche Rolle bei den Sperrungen Personalengpässe spielen.

Laut AOK-Bericht nimmt der Anteil der Teilzeit oder geringfügig beschäftigten Hebammen stetig zu (AOK, 2018). Der Verein Mother Hood e.V. berichtet für den

_Abschnitt gekürzt. Weiter mit abschnitt=sachverhalt und offset des Eintrags in weiter._

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Etablierung eines in regelmäßigen Abständen tagenden „Rundes Tisches Geburtshilfe“ zu erarbeiten

Beratungsfolge

Beschlusstexte (amtlich)

2022-02-03 · Hauptausschuss

—— Beschlussauszug Sitzung des Hauptausschusses vom 03.02.2022

5.1 CDU-Antrag: Runder Tisch Geburtshilfe geändert beschlossen

212300

Abstimmungsergebnis: Einstimmig geändert wie Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit am 12.01.2022

Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Etablierung eines in regelmäßigen Abständen tagenden „Rundes Tisches Geburtshilfe“ zu erarbeiten

 an dem alle Stakeholder, die an der hiesigen Versorgung in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett beteiligt sind, teilnehmen (d.h. insbesondere Hebammenvertreterinnen, Elternvertreter*innen, Gynäkolog*innen, Kostenträger als auch Krankenhausleitungen)  der gegebenenfalls an die Kommunale Gesundheitskonferenz angegliedert ist  der den Ist-Zustand der Geburtshilfe in Bonn erhebt (Anzahl Geburten auch von Frauen aus dem Umland, Anzahl/Personenstunden der Hebammen und die von diesen angebotenen Dienstleistungen etc.)  Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der hiesigen klinischen und außerklinischen Geburtshilfe entwickelt und  der über seine Tätigkeit sowohl jeweils im Nachgang einer Sitzung gegenüber den zuständigen Rat

_Gekürzt (2042 Zeichen gesamt). Weiter: https://mcp.linkebonn.de/dokument/top:48965?offset=1200_

Nebenvorlagen (Stellungnahmen, Änderungsanträge)

212300-01 ST CDU-Antrag: Runder Tisch Geburtshilfe

Stellungnahme der Verwaltung

Zum vorliegenden Antrag nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

Die Verwaltung hatte sich in der der Vergangenheit bereits ausführlich mit dem Themenkreis beschäftigt. Unter anderem wurde in 2018 von der Verwaltung ein Gespräch u. a. zwischen den Krankenhäusern der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises sowie dem Hebammenberufsverband moderiert. Hierbei wurde deutlich, dass die Problematik primär auf Landesebene geklärt werden sollte.

Im Nachgang wurden weitere Gespräche mit Vertretungen der Hebammen und der Elterninitiativen geführt. Am 09.11.2021 fand ein Treffen der Verwaltung mit dem Hebammenkreisverband Bonn / Rhein-Sieg statt. Am 16.12.2021 wurde ein Gespräch mit Mother Hood e.V. geführt, um die Situation der Geburtshilfe in Bonn aus Sicht der Elterninitiative berichtet zu bekommen.

Die Verwaltung plant, dass ein erstes Arbeitstreffen für einen Runden Tisch Geburtshilfe im ersten Quartal 2022 einberufen wird. Das Arbeitstreffen wird als Gremium der Kommunalen Gesundheitskonferenz stattfinden. Ziel des Arbeitstreffens soll es sein, die Möglichkeiten zu klären, wie sich die geburtshilfliche Versorgung der Frauen in Bonn verbessern lassen könnte. Es wird seitens der Verwaltun

_Gekürzt._