Originalquelle: ALLRIS-Original
241053 · 2024-07-02 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Dr. Günther Taube SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Alois Saß Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Karin Willnauer Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Friederike Martin
Die Arbeitslosenquote in Bonn ist zuletzt leicht gesunken (auf rund 7%), nachdem in den stark von der Corona-Krise geprägten Vorjahren ein deutlicher Anstieg festzustellen war. Dabei ist allerdings die Zahl der Langzeitarbeitslosen während der Corona-Krise besonders stark angestiegen und auch im Jahr 2023 noch auf einem hohen Niveau verblieben (rund 6.000 Personen). Darüber hinaus sind sowohl die allgemeine Arbeitslosenquote als auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen angesichts der wirtschaftlichen Stärke Bonns generell höchst unbefriedigend.
In den Jahren vor der Corona-Krise haben sich außerdem soziale und wirtschaftliche Disparitäten zwischen einzelnen Stadtteilen in Bonn verschärft, wie z.B. der Teilhabeindex des Sozialberichtes Bonn von 2020 sowie einzelne Indikatoren wie die Arbeitslosenquote oder die Zahl der Kinder in Armut deutlich zeigen. So lag die Arbeitslosenquote z.B. in Neu-Tannenbusch (17%) und Pennenfeld (10%) bereits vor der Corona-Krise um ein Vielfaches höher als z.B. im Talviertel in der Innenstadt (1%) oder im Villenviertel in Bad Godesberg (2%). Vermutlich haben sich diese Disparitäten zwischen Stadtteilen in Bonn während der Corona-Krise und danach nochmals
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Stellungnahme der Verwaltung
In einer ersten Abstimmung mit dem Jobcenter Bonn begrüßt die Verwaltung den Vorschlag der Politik das Thema Langzeitarbeitslosigkeit in Bonn stärker in den Fokus kommunaler wirtschaftspolitischer Aktivitäten zu stellen und durch niedrigschwellige Angebote in Kooperation mit externen Partner*innen neue Ansätze zu erproben. Es bietet sich an, für dieses Vorhaben das Bündnis für Fachkräfte zu gewinnen, da hier alle relevanten Akteur*innen organisiert durch die Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg bereits zusammenarbeiten.
Zunächst müsste allerdings das Jobcenter Bonn durch die Trägerversammlung beauftragt werden, seine ohnehin umfangreichen Aktivitäten in der Thematik auszuweiten und in die Planungen 2025 aufzunehmen. Darüber hinaus ist die finanzielle Ausstattung des Jobcenters vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung geplanten Haushaltsmitteleinsparungen ab 2025 im Blick zu halten.
Auch ist die personelle Situation der Regionalagentur ab 2025 noch abzustimmen, da das Landesarbeitsministerium bereits Stellenkürzungen angekündigt hat und es ggf. zu deutlichen fachlichen Kapazitätseinbußen kommen wird.
Nach Klärung der genannten Rahmenbedingungen wird das Thema aktiv aufgegriffen
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Beschlussvorschlag
Mitteilung:
Der Rat hat in seiner Sitzung vom 11.09.2024 den Koalitionsantrag: Bonn will mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringen beschlossen, sh. DS-Nr.: __241053__ .
Entsprechend dem Beschluss hat die Verwaltung - hier die Wirtschaftsförderung, gemeinsam mit der Regionalagentur Bonn/Rhein- Sieg und das Jobcenter Bonn - die Umsetzungsmöglichkeiten erörtert. Über das Ziel, mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen, besteht absoluter Konsens.
Nachstehend bezieht die Verwaltung zu den einzelnen Beschlusspunkten Stellung und zeigt die Umsetzungsmöglichkeiten auf:
1. Die Stadt Bonn soll eine neue Arbeitsmarkt-Initiative starten, die zum Ziel hat, mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen. Dazu werden mindestens vier konkrete Pilotmaßnahmen wie z.B. Messen (je 1 pro Stadtbezirk) für Arbeitssuchende sowie insbesondere lokale Arbeitgebern und Ausbildungsbetriebe im ersten Quartal 2025 in Stadtteilen mit relativ hoher Arbeitslosigkeit durchgeführt. Diese Pilotmaßnahmen sollen vom Jobcenter Bonn und der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg im Auftrag der Stadtverwaltung in Zusammenarbei
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