Originalquelle: ALLRIS-Original

Koalitionsantrag: Kostentransparenz bei Software-Beschaffung

241932 · 2024-11-19 · Antrag · öffentlich

Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Stefan Freitag SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Simon Carl Damian Brauer Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Fabian Hafner Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Uwe Feddern

Sachverhalt

Die einseitige Betrachtung der Option einer Inhouse-Lösung verkennt häufig die Entwicklung der letzten Jahre, die in vielen Fällen über

Skalierungseffekte zugleich die Kosten reduziert und die Ausfall-, Daten und Cybersicherheit erhöht hat. Daher ergibt es nicht nur haushälterisch Sinn, die externen Optionen regelmäßig zu prüfen, sondern auch sicherheitstechnisch.

Beschlussvorschlag

Bei der Beschaffung von Software für die Stadt und ihre Töchter im Konzern sollen, wann immer mit vertretbarem Aufwand möglich, zukünftig Angebote für mindestens die folgenden Realisierungsvarianten eingeholt werden:

● Betrieb, Hosting und Wartung über die stadteigene IT

● Falls verfügbar als “Software as a Service” (SaaS)

● Falls verfügbar Betrieb, Hosting und Wartung über verbundene

Unternehmen und Organisationen wie z.B. KDN – Dachverband kommunaler IT-Dienstleister oder RegioIT GmbH

Der Kostenvergleich soll über die gesamte geplante Laufzeit, inklusive Updates und Wartung erfolgen.

Sollte es bei Fachverfahren nicht mehr als einen Anbieter geben, so sind die vom Anbieter angebotenen Varianten entsprechend zu prüfen.

Stellungnahme der Verwaltung

erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung: https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=2075365; erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung: https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=2076205

Beratungsfolge

Nebenvorlagen (Stellungnahmen, Änderungsanträge)

241932-01 ST Koalitionsantrag: Kostentransparenz bei Softwarebeschaffung

Stellungnahme der Verwaltung

Die Verwaltung setzt „Software as a Service“ (SaaS) mit einem Betrieb über verbundene Organisationen bei Neu- oder Ersatzbeschaffungen bereits weitestgehend um. Dies vor allem, weil einerseits die sicherheitstechnischen Anforderungen gestiegen sind, aber auch die administrative Betreuung in der Wartung und im Kundensupport gestaltet sich personalintensiver. Gründe hierfür sind häufigere Updatezyklen nach Herstellervorgaben, dadurch bedingt häufigere Freigabeprozeduren für den produktiven Einsatz sowie die Erweiterungen der Arbeitszeitregelung und Öffnungszeiten, welche einen entsprechenden IT-Support benötigen.

Der klassische städtische Eigenbetrieb ("on premise") mit Hosting und Wartung benötigt im Betrieb der Server- und Datenbanken und in der Betreuung der Fachanwendung eine entsprechende personelle Abdeckung, welche auch eine Vertretungsregelung umfasst. Eine personelle Betreuung ist bei der Umsetzung neuer Anforderungen der Fachbereiche in einem Eigenbetrieb nicht mehr vollumfänglich abbildbar. Berücksichtigt werden muss zudem die Marktsituation, dass die IT-Hersteller selbst zunehmend nur noch das SaaS-Modell als Dienstleistung anbieten. Bei Neu- oder Ersatzbeschaffungen ist

_Gekürzt._

241932-02 AA FDP-Änderungsantrag: Koalitionsantrag: Kostentransparenz bei Software-BeschaffungAntrag zur Vorlage 241932

Sachverhalt

Im Vergleich zu den teuren Alternativen sind flexible SaaS-Lösungen zu bevorzugen. Die Stadtverwaltung sollte diese daher bevorzugt prüfen und zur Anwendung bringen.

Beschlussvorschlag

SaaS-Lösungen sollen zuerst und bevorzugt geprüft werden. Sollte die Prüfung ergeben, dass SaaS-Lösungen verfügbar und geeignet sind, kann auf die anderen Prüfungsschritte verzichtet werden. Lediglich bei ausschließlich als inhouse vorgesehenen Projekten sollen alle oben genannten Angebotsvarianten eingeholt werden.

Stellungnahme der Verwaltung

erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung: https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=2075366; erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung: https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=2076206

241932-03 ST Koalitionsantrag: Kostentransparenz bei Softwarebeschaffung

Stellungnahme der Verwaltung

Bei Annahme des Antrags wird die Verwaltung die von der Koalition geforderten drei Realisierungsvarianten in der Beschaffungsphase, wann immer mit vertretbarem Aufwand möglich, berücksichtigen.