Originalquelle: ALLRIS-Original
241949 · 2024-11-26 · Große Anfrage · öffentlich
Antragsteller: CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Christian Gold Thomas Fahrenholtz
Medienberichten zufolge, breitet sich die Asiatische Hornisse rasant in Deutschland aus. Die Bedrohung für einheimische, bestäubende Insekten ist groß. Maßnahmen in Frankreich haben gezeigt, dass eine Kombination aus Aufklärung der Bevölkerung und eine unbürokratische und kostenfreie Entfernung der Wespennester durch Fachkräfte zu einer Eindämmung der Ausbreitung beitragen können. Dort meldet der Bürger ein Nest, der Profi entfernt es, die Kommune bezahlt es. Es wäre erfreulich, wenn die Stadt Bonn, im Falle der Betroffenheit, ähnlich schnell und unkompliziert reagieren könnte.
Medienberichten zufolge, breitet sich die Asiatische Hornisse in Deutschland schnell aus. Damit wächst die Bedrohung für einheimische Bienen und andere Bestäuber. Zur Lage in Bonn, folgende Fragen:
Stellungnahme der Verwaltung
Die Verwaltung bittet um Vertagung der Großen Anfrage.
Eine Stellungnahme wird gerade von Seiten der Verwaltung erarbeitet und soll zur ersten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda im neuen Jahr vorliegen. Zudem ist ein Informationsvortrag geplant.
Stellungnahme der Verwaltung
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist eine aus Südostasien stammende, kleinere Verwandte der Europäischen Hornisse und breitet sich derzeit rasant in Nordrhein-Westfalen aus. Die Asiatische Hornisse gilt in Deutschland und der Europäischen Union seit 2016 als invasive Art. Ihr Vorkommen wurde bis Ende 2024 gemäß Artikel 16 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 (EU-VO) als „unbeständig“ und in einer „frühen Invasionsphase“ eingestuft. Dieser Status erfordert Maßnahmen zur Sofortbekämpfung und Überwachung wie die Meldung von Sichtungen und die Tilgungspflicht, welche eine vollständige Beseitigung der Nester durch die zuständigen Behörden vorschreibt.
Nach ersten Sichtungen der Art war es der Stadtverwaltung ein wichtiges Anliegen, die Mitarbeitenden der Stadtförsterei, die Gartenmeister*innen sowie Imkerinnen und Imker und die Öffentlichkeit über die Invasivität der Art sowie Arterkennung zu informieren und das notwendige Vorgehen abzustimmen. Die Zusammenarbeit mit den Akteur*innen ist wichtig, um gute Maßnahmen zu etablieren, die wirksam dazu beitragen, die weitere Ausbreitung zu verhindern. So wurde von der Stadtverwaltung ein Schulungs-Workshop durch einen Imker u
_Gekürzt._