Originalquelle: [ALLRIS-Original](https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2022138) # Stellungnahme des AK des Naturschutzbeirates zur "Neugestaltung des Endenicher Parks"Bezug auf die DS. Nr. 242008 und 240490 252816 · 2025-04-22 · Antrag · öffentlich Antragsteller: Herr Kehren, Herr Feige, Frau Aufderheide, Herr Schütt, Herr Schneider ## Sachverhalt Die genannten Maßnahmen liegen direkt am Endenicher Bach und dessen Überflutungsbereich. Damit haben die Maßnahmen eine (schädigende) Wirkung weit über die Maßnahmenfläche hinaus und auch in das angrenzende Landschaftschutzgebiet hinein. Flächen für Sport und Spiel haben auch auf Grund ihrer Größe eine erhebliche Wirkung auf Stadtklima, Wasserhaushalt und Biodiversität. Diese können positiv oder negativ sein. Wir setzen uns dafür ein, die Potentiale für positive Wirkungen zu entwickeln und negative Auswirkungen zu minimieren. Aus unserer Sicht greifen die als ökologisch bezeichneten Maßnahmen zu kurz. Bei der sogenannten Neugestaltung handelt es sich nicht nur um Sanierungen von bestehenden Anlagen, sondern es sollen auch Neubauten erfolgen, z.B. ein Streetball-Feld, eine Calisthenics-Anlage, Boulebahnen, neue Aufenthaltsflächen und Bereiche mit Grillausstattung. Aber auch neue Wegeverbindungen und eine umfangreiche Beleuchtung sind geplant. Auch sollen Bäume, Sträucher und wilde Ecken/Randbereiche den Maßnahmen weichen. ## Beschlussvorschlag 1. Der Bachverlauf mit den Überschwemmungsbereichen sollte völlig freigehalten werden. 2. Neue Wege verursachen nicht nur neue Versiegelungen, sondern auch Störungen auf angrenzende Bereiche wie den Bachlauf. Auf sie sollte weitgehend verzichtet werden. 3. Neue Grill - und Aufenthaltsbereiche sollten reduziert und vom Bach abgerückt werden. 4. Sogenannte wilde Bereiche sind aus naturschutzfachlicher Sicht als Naturerlebnisbereiche zu erhalten. Gestalterische Grünbereiche können diese nicht ersetzen. 5. Eine Neugestaltung, die sich den vorhandenen Grünstrukturen anpasst, würde den Erhalt von ökologisch wertvollen Baum- und Strauchflächen ermöglichen, insbesondere von Bäumen mit Höhlen und Flächen mit wilden Bereichen, ohne dass es zu einer Einschränkung hinsichtlich Sport und Erholung kommt. Der Ausgleich durch Nistkästen an Bäumen und Gebäuden ist zwar erfreulich, aber nicht ausreichend. 6. Die Materialien, die zum Einsatz kommen, insbesondere Kunstrasen haben erhebliche negative Auswirkungen auf Gesundheit, Umwelt und Klima. Hier kommen Abrieb einschließlich Mikroplastik direkt in die Luft oder durch Abwasser- bzw. Entwässerungsanlagen in die Gewässer. Auch eine Sandbefüllung hat _Abschnitt gekürzt. Weiter mit abschnitt=beschlussvorschlag und offset des Eintrags in weiter._ ## Beratungsfolge - 2025-05-07 · Naturschutzbeirat · zur Kenntnis genommen ## Dokumente - Sammeldokument öffentlich ([Original](https://www.bonn.sitzung-online.de/public/doc?DOCTYP=130&DOLFDNR=2946858&OTYP=41))