Originalquelle: ALLRIS-Original
252847 · 2025-04-01 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Petra Nöhring Wolfgang Heedt FDP-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Beim Ausbau der Fernwärmeversorgung werden mögliche Einsparpotenziale für Treibhausgase erkauft mit einer erheblichen Erzeugung von Treibhausgasen bei er Verlegung des Fernwärmenetzes. Die Kosten der Verlegung in Form von Treibhausgasen, welche initial aufgewendet werden müssen, werden bislang nicht betrachtet. So besteht die Gefahr, dass es zu einer falschen Systementscheidung kommt.
Die Stadtverwaltung beauftragt die Erstellung einer Treibhausgasbilanz von der Herstellungsquelle bis zur Verwendungsstelle für
Als Gutachter sollen nur technische Hochschulen herangezogen werden.
Stellungnahme der Verwaltung
Eine entsprechende belastbare THG-Bilanz liegt der Stadtverwaltung und auch der Bonn-Netz GmbH bisher nicht vor.
Künftig könnte im Rahmen der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD und ESRS) eine Erfassung solcher Emissionen im Scope 3 des Greenhouse Gas Protocols erforderlich werden. Ob dies allerdings konkret für den Straßenbau zutrifft, hängt von einer umfangreichen Wesentlichkeitsanalyse ab und könnte ggf. frühestens ab dem Berichtsjahr 2027 ermittelt werden. Wichtig: Ob und in welcher Form dann entsprechende Daten veröffentlicht werden, ist derzeit noch offen. Eine andere gesetzliche Verpflichtung zur THG-Bilanzierung besteht nicht.
Die Verwaltung weist darauf hin, dass die vorgeschlagene Studie bei entsprechender Mittelfreigabe zwar möglich ist, aber die Umsetzung des Wärmeplans und Tiefbaumaßnahmen (bspw. auch den im Rahmen derselben Baustellen vorzunehmenden Stromnetzausbau für Wärmepumpen und E-Mobilität) erheblich verzögern würde.
__Einschätzung zum Einfluss möglicher Studienergebnisse auf die Umsetzung des Wärmeplans__
Um das kommunale sowie bundesweit gesetzlich verankerte Ziel der Klimaneutralität erreichen zu können, muss der Status Quo einer vorwiege
_Gekürzt._