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CDU-SPD-FDP: Versorgungsbedarfsanalyse Gesundheitskiosk

260481 · 2026-03-25 · Antrag · öffentlich

Antragsteller: CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Georg Goetz SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Peter Kox FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Petra Nöhring

Sachverhalt

Gesundheitskioske sind niedrigschwellige, quartiersnahe Anlaufstellen, die insbesondere Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf (z.B. chronische Erkrankungen) beim Zugang zum Gesundheits- und Sozialversorgungssystem begleiten. Sie bieten Beratung, Versorgung, Orientierung, Prävention sowie Koordination von Gesundheit- und Sozialleistungen und tragen damit zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit in sozial benachteiligten Stadtteilen bei.

Der Stadtteil Tannenbusch ist geprägt durch einen niedrigen Sozialindex (vgl. Sozialbericht von Caritas und Diakonie), einen überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte, demografische Transformationsprozesse sowie besondere Herausforderungen beim Zugang zur gesundheitlichen Versorgung. Vor diesem Hintergrund erscheint Tannenbusch in besonderer Weise geeignet, als Pilotstandort für ein Modellprojekt Gesundheitskiosk geprüft zu werden.

Zur fundierten Entscheidungsgrundlage ist eine objektive Bedarfsanalyse erforderlich. Die AOK Rheinland/Hamburg hat hierfür ein wissenschaftlich entwickeltes Scoringsystem zur Identifikation von Quartieren mit besonderem Versorgungsbedarf etabliert. Dieses Instrument ermöglic

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Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt,

  1. den Versorgungsbedarf für die Einrichtung eines Gesundheitskiosks im Stadtteil Tannenbusch systematisch zu analysieren,
  2. hierzu mit der AOK Rheinland/Hamburg in Kontakt zu treten, um die Durchführung mithilfe einer Bedarfsanalyse unter Anwendung des von ihr entwickelten Scoringsystems zur Identifikation geeigneter Standorte für Gesundheitskioske zu prüfen und
  3. die Ergebnisse der Analyse einschließlich des weiteren Vorgehens für ein Modellprojekt „Gesundheitskiosk Tannenbusch“ vorzulegen.
  4. Es ist ebenfalls zu prüfen, inwiefern sich gesetzliche Krankenkassen an einem Gesundheitskiosk inhaltlich und finanziell beteiligen können, um hier ebenfalls ihrer Aufgabe nach Aufklärung nachzukommen.

Beratungsfolge

Nebenvorlagen (Stellungnahmen, Änderungsanträge)

260481-01 ST CDU-SPD-FDP: Versorgungsbedarfsanalyse Gesundheitskiosk

Stellungnahme der Verwaltung

der Verwaltung Federführend: 53-0 Verwaltung, Ressourcen- und Qualitätsmanagement, Arzneimittelwesen Beteiligt: 53 Gesundheitsamt; Dezernat II; 50 Amt für Soziales und Wohnen; Dezernat V Dokumente Dokument Sammeldokument Öffnet PDF-Datei 'Sammeldokument öffentlich' in neuem Fenster Aktionen personal Beratungsfolge ausblenden Beratungsfolge Beratungsfolge Status Datum Gremium Beschluss NA ● Erledigt Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren Kenntnisnahme Apr 14, 2026 Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren zur Kenntnis genommen NA ● Erledigt Hauptausschuss Kenntnisnahme Apr 28, 2026 Sitzung des Hauptausschusses zur Kenntnis genommen NA

260481-02 AA Änderungsantrag der Grünen: Versorgungsbedarfsanalyse GesundheitskioskAntrag zur Vorlage 260481

Sachverhalt

Im Stadtteil Medinghoven bestehen zwar einzelne hausärztliche und fachärztliche Angebote, die jedoch räumlich und strukturell auf wenige Standorte konzentriert sind. Eine niedrigschwellige, quartiersnahe und koordinierende Anlaufstelle, die medizinische, präventive und sozialberatende Leistungen bündelt, ist bislang nicht vorhanden.

Durch die Einbeziehung von Medinghoven wird sichergestellt, dass die Auswahl eines geeigneten Standorts für einen Gesundheitskiosk oder ggf. auch mehrere Gesundheitskioske auf einer möglichst umfassenden und datenbasierten Grundlage erfolgt.

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt, den Versorgungsbedarf für die Einrichtung eines Gesundheitskiosks in den Stadtteilen Tannenbusch und Medinghoven systematisch zu analysieren, hierzu mit der AOK Rheinland/Hamburg in Kontakt zu treten, um die Durchführung mithilfe einer Bedarfsanalyse unter Anwendung des von ihr entwickelten Scoringsystems zur Identifikation geeigneter Standorte für Gesundheitskioske zu prüfen und die Ergebnisse der Analyse einschließlich des weiteren Vorgehens für ein Modellprojekt „Gesundheitskiosk Tannenbusch“ vorzulegen.

Es ist ebenfalls zu prüfen, inwiefern sich gesetzliche Krankenkassen an einem Gesundheitskiosk inhaltlich und finanziell beteiligen können, um hier ebenfalls ihrer Aufgabe nach Aufklärung nachzukommen.

260481-03 Bericht zur Versorgungsbedarfsanalyse Gesundheitskiosk

Beschlussvorschlag

Mitteilung:

Die Verwaltung hat die Versorgungsbedarfsanalyse für die Einrichtung eines Gesundheitskiosks im Stadtteil Tannenbusch durchgeführt. Die Ergebnisse der Analyse einschließlich des weiteren Vorgehens sind als Anlage beigefügt.

Stellungnahme der Verwaltung

Die Verwaltung hat die Versorgungsbedarfsanalyse für die Einrichtung eines Gesundheitskiosks im Stadtteil Tannenbusch durchgeführt. Die Ergebnisse der Analyse einschließlich des weiteren Vorgehens sind als Anlage beigefügt.

Dokumente