Originalquelle: ALLRIS-Original
260658 · 2026-05-04 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Sebastian Kempka Alessandro Balan Aaron Eßelborn
Die Stadt Bonn erbringt Spitzenleistungen im Rettungsdienst. Wie eine Recherche des Südwestrundfunks (SWR) aus dem Jahr 2024 zeigt, gehört Bonn zu den wenigen Rettungsdienstbereichen in Deutschland, in denen in mindestens 80 Prozent der Einsätze das erste Rettungsmittel innerhalb von unter acht Minuten am Notfallort eintrifft.
Vor diesem Hintergrund ist es schwer vermittelbar, dass ein medizinischer Hochleistungsprozess mit hoher Verlässlichkeit und Geschwindigkeit funktioniert, während die Abrechnung nachgelagert deutlich an Effizienz und Geschwindigkeit einbüßt. Ein leistungsfähiger Rettungsdienst setzt jedoch voraus, dass die erbrachten Leistungen auch zeitnah, vollständig und wirtschaftlich korrekt abgerechnet werden.
Die Automatisierung und Digitalisierung der Abrechnung ist daher kein Selbstzweck, sondern eine zentrale Voraussetzung, um die hohe Qualität des Bonner Rettungsdienstes langfristig finanziell abzusichern und weiterzuentwickeln.
Die Verwaltung möge prüfen:
Stellungnahme der Verwaltung
Die Verwaltung empfiehlt, aus den nachfolgenden Gründen den Antrag nicht anzunehmen, da entsprechende Maßnahmen - soweit sie derzeit machbar und zulässig sind - bereits umgesetzt wurden.
__Vorbemerkung: __
Für dieses Thema bestehen aktuell drei verschiedene Anfragen und ein Antrag, deren Inhalte sich teilweise überschneiden (DS 260657, DS 260658, DS 260697, DS 260698). Für die Bewertung der einzelnen Antworten sind außerdem weitere Zusammenhänge erforderlich. Daher werden die Anfragen auch mit einem gemeinsamen Text beantwortet. In diesem wurde versucht, alle Aspekte innerhalb einer inhaltlich nachvollziehbaren Gesamtdarstellung zu beantworten. Diese ist im Folgenden als Stellungnahme aufgeführt und beinhaltet die Antworten zu den in dieser Drucksache formulierten Fragen. Die konkreten Fragen zu dieser Drucksache sind zusätzlich in einer gesonderten Stellungnahme aufgeführt.
Erläuterung zum Abrechnungsprozess für Rettungsdienstleistungen:
Die Bearbeitung und Rechnungsstellung der Gebührenbescheide im Rettungsdienst erfordern insbesondere das Zusammenstellen, Prüfen und Ergänzen der Einsatzdaten sowie die Klärung der zuständigen Kostenträger, insbesondere der gesetzlichen K
_Gekürzt._
Stellungnahme der Verwaltung
Für dieses Thema bestehen aktuell drei verschiedene Anfragen und ein Antrag, deren Inhalte sich teilweise überschneiden (DS 260657, DS 260658, DS 260697, DS 260698). Für die Bewertung der einzelnen Antworten sind außerdem weitere Zusammenhänge erforderlich. Daher wird neben der konkreten Beantwortung zu dieser Drucksache hier, auch auf die zu der Fragestellung gefertigte, umfassende Gesamtstellungnahme verwiesen. In dieser wurde versucht, alle Aspekte innerhalb einer inhaltlich nachvollziehbaren Gesamtdarstellung zu beantworten.
__Zu Frage 1: __
Eine spezialisierte Software zur Abrechnung von Rettungsdiensteinsätzen ist seit vielen Jahren im Einsatz. Auch Schnittstellen zum Einsatzleitsystem bestehen bereits länger.
__Zu Frage 2: __
Hierzu wird auf die Beantwortung der Fragen 1 und 4 verwiesen.
__Zu Frage 3: __
Der Abrechnungsprozess beginnt nun bereits während des Einsatzes durch die digitale Erfassung medizinischer Daten, Behandlungsmaßnahmen sowie abrechnungsrelevanter Krankenkassendaten. Durch das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte im Rettungs- bzw. Krankentransportwagen werden diese Daten qualitativ hochwertig erfasst und unmittelbar weiterverarbeitet. Einsatzd
_Gekürzt._
Sachverhalt
Die nachstehende Empfehlung aus dem Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung wird abgelehnt.
Die Verwaltung möge prüfen:
Beschlussvorschlag
Die nachstehende Empfehlung aus dem Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung wird abgelehnt.
Die Verwaltung möge prüfen:
Begründung
Der Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung hat in seiner Sitzung am 05.05.2026 die o. g. Empfehlung mit Mehrheit gegen Grüne und Volt ausgesprochen. Diese Empfehlung geht zurück auf den Prüfantrag der CDU und FDP ( __DS 260658__ ), der ursprünglich darauf gerichtet war.
Im Hinblick auf die Stellungnahmen der Verwaltung ( __DS 260658-01 ST__ und __DS 260658-02 ST__ ), die empfehlen, von dem Antrag abzusehen, da entsprechende Maßnahmen bereits umgesetzt werden und die Inhalte des Prüfantrages beantworten, hat der Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz mehrheitlich beschlossen, dieser Empfehlung zu folgen. Gegen die Empfehlung stimmten FDP, CDU und SPD; BSW enthielt sich.