Originalquelle: ALLRIS-Original
260756 · 2026-04-23 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Uwe Feddern Karin Langer
Zielsetzung
Die Entscheidung über die Zukunft der Bonner Bühnen – ob Sanierung, Neubau oder alternative Konzepte – ist eine der bedeutendsten und kostspieligsten kulturpolitischen Weichenstellungen der Stadt Bonn in den kommenden Jahrzehnten. Sie betrifft nicht nur die Kulturlandschaft, sondern auch den Stadthaushalt, die Stadtentwicklung und das kulturelle Selbstverständnis der gesamten Stadtgesellschaft.
Bürger: innenräte sind ein erprobtes Instrument der deliberativen Demokratie, das über klassische Bürgerbeteiligung hinausgeht: Durch die zufallsbasierte Auswahl werden Bevölkerungsgruppen einbezogen, die in politischen Prozessen häufig unterrepräsentiert sind. Die Teilnehmenden erarbeiten nach intensiver Information und Beratung fundierte Empfehlungen – frei von Parteilogik und Lobbyinteressen.
Evidenz und Best-Practice-Beispiele
Bürger: innenräte haben sich in zahlreichen Städten und Ländern bewährt:
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Der Bonner Stadtrat beschließt, im Rahmen des laufenden Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“ einen Bürger: innenrat einzusetzen, der die politischen Entscheidungsträger: innen mit einer evidenzbasierten, vielfältigen Bürger: innenperspektive berät. Die Verwaltung wird beauftragt:
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Sachverhalt
Der Vorschlag, die Bonner Bürgerinnen und Bürger in den Prozess der Entscheidungsfindung hinsichtlich der Zukunft der Bonner Bühnen einzubinden, ist zu begrüßen. Eine Erörterung darüber, ob dies in der von der VOLT-Gruppe vorgeschlagenen Form sinnvoll ist, sollte im zuständigen Fachausschuss für Bürgerbeteiligung erfolgen. Die notwendige Expertise für die Beratung der mit Antrag vorgeschlagenen Mitwirkung der Bürgerschaft ist im Ausschuss für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Gestalt der dort tätigen Ausschussmitglieder und Mitarbeiter der Fachverwaltung gegeben. Die im genannten Fachgremium erarbeitete und im Rahmen einer Empfehlung dargelegte Position sollte Grundlage der anstehenden Ratsentscheidung sein.
Beschlussvorschlag
Der für den Kulturausschuss vorliegende Antrag mit der Drucksache 260756 wird an den zuständigen Ausschuss für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zur Mitberatung und zur Abgabe einer fachlichen Empfehlung an den Stadtrat verwiesen.
Stellungnahme der Verwaltung
Die Verwaltung hält eine Beteiligung der Bonnerinnen und Bonner an der Diskussion über die Zukunft der Bonner Bühnen für sinnvoll und angesichts der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit für wünschenswert. Die intensive Debatte in der Stadtgesellschaft sowie die umfangreiche Berichterstattung in den lokalen Medien verdeutlichen die besondere Bedeutung des Vorhabens für die Bundesstadt Bonn. Eine angemessene Einbindung der Öffentlichkeit kann dazu beitragen, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Akzeptanz der späteren politischen Entscheidungen zu stärken.
Voraussetzung für ein Beteiligungsverfahren ist jedoch, dass dieses zeitlich, finanziell und organisatorisch leistbar ausgestaltet wird. Dabei müssen die Rahmenbedingungen und tatsächlichen Entscheidungsspielräume von Beginn an transparent dargestellt werden. Insbesondere ist deutlich zu machen, welche Varianten unter Berücksichtigung der finanziellen, baulichen und zeitlichen Rahmenbedingungen realistisch umsetzbar sind. Nur so können unrealistische Erwartungen vermieden werden.
Zudem muss gewährleistet sein, dass die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses in die politischen Beratungen einfließen können. Entscheidungen sollten nicht a
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Sachverhalt
Eine aktive Einbindung der Bonner Stadtgesellschaft in die Entscheidung über die Zukunft der Bonner Bühnen ist sinnvoll und ausdrücklich zu unterstützen. Denn bei der Zukunft der Bonner Bühnen handelt sich um eine der bedeutendsten und kostspieligsten kulturpolitischen Weichenstellungen der kommenden Jahrzehnte.
Das vorgeschlagene Format eines formellen Bürger*innenrates birgt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch das Risiko einer erheblichen Verzögerung. Die Frage nach Sanierung, Neubau oder alternativen Konzepten ist hochkomplex und lässt sich nicht auf eine einfache Ja/Nein-Entscheidung reduzieren. Es gilt, eine Vielzahl technischer, finanzieller, personeller, architektonischer und stadtentwicklungspolitischer Punkte detailliert zu betrachten und abzuwägen.
Bis ein Bürger*innenrat formal konstituiert ist, die vorgeschlagenen mehrtägigen Sitzungswochenenden absolviert und alle Facetten final bearbeitet hat, wird wertvolle Zeit vergehen. Dies zieht den ohnehin schon langjährigen Entscheidungsprozess weiter in die Länge. Eine so tiefgreifende, formalisierte Beteiligung wäre zu einem deutlich früheren Zeitpunkt im Gesamtprozess sinnvoll und zielführend gewesen.
Um den Prozess nicht zu bl
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Beschlussvorschlag
Der Antragstext wird wie folgt ersetzt: Die Verwaltung wird beauftragt bis zum Jahresende 2026 in allen Bonner Stadtbezirken ausführliche Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Zukunft der Bonner Bühnen zu organisieren. Diese dezentralen Formate sollen neben der transparenten Wissensvermittlung auch strukturierte Diskussionsrunden beinhalten, um die Bonner Bürger*innen bei diesem bedeutenden Vorhaben aktiv mitzunehmen. Die Veranstaltungen sollen einen allgemein informierenden Charakter haben, aber auch gezielt als Formate für spezifische Gruppen (z.B. Jugendliche/junge Erwachsene, Familien, Senior*innen sowie Beschäftigte im Kulturbetrieb) fungieren, um deren jeweilige Bedürfnisse und Perspektiven in der weiteren Planung zu berücksichtigen. Die in den dezentralen Beteiligungsrunden eingebrachten Argumente und Anregungen der Bonner Bürger*innen werden von der Verwaltung dokumentiert. Die Ergebnisse werden den zuständigen Fachausschüssen sowie dem Rat vorgelegt, sodass sie als zusätzliche Informationsgrundlage für die anstehenden Richtungsentscheidungen dienen können.
Sachverhalt
Die Entscheidung über die Zukunft der Bonner Bühnen ist eine der bedeutendsten kulturpolitischen und finanziellen Weichenstellungen der kommenden Jahrzehnte. Daher ist eine frühzeitige, transparente und nachvollziehbare Beteiligung der Stadtgesellschaft erforderlich.
Gleichzeitig muss das Beteiligungsverfahren den engen zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Kombination aus Online-Beteiligung und Kurzplanungszelle stellt hierfür ein geeignetes Instrument dar. Sie ermöglicht eine fundierte Beratung auf Grundlage belastbarer Informationen, ohne den Entscheidungsprozess unnötig zu verzögern.
Ergänzend sollen öffentliche Informations- und Dialogveranstaltungen in allen Stadtbezirken stattfinden. Sie schaffen Transparenz über den Planungsstand, ermöglichen den direkten Austausch mit der Bürgerschaft und eröffnen insbesondere auch denjenigen eine Beteiligungsmöglichkeit, die nicht Teil der Kurzplanungszelle sind.
Durch die Verbindung aus digitaler Beteiligung, repräsentativer Zufallsauswahl und offenen Dialogformaten wird sowohl eine breite Beteiligung der Stadtgesellschaft als auch eine strukturierte und
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Beschlussvorschlag
Der Antrag wird wie folgt neu gefasst:
a) einer vorgeschalteten öffentlichen Online-Beteiligung über „Bonn macht mit“, in der die untersuchten Varianten einschließlich ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile, Kosten, Bauzeiten sowie weiterer relevanter Rahmenbedingungen verständlich dargestellt werden und Anregungen sowie Fragestellungen der Bürgerschaft eingebracht werden können;
b) einer Kurzplanungszelle mit zufällig ausgewählten Bonner Bürger*innen, in der die vorliegenden Varianten auf Grundlage der vorhandenen fachlichen Untersuchungen beraten und bewertet werden. Die Ergebnisse sind in Form kompakter Empfehlungen für die politischen Gremien zu dokumentieren;
c) ergänzenden öffentlichen Informations- und Dialogveranstaltungen in allen vier Bonner Stadtbezirken. Diese Veranstaltungen dienen der transparenten Information über den Planungsstand sowie dem Austausch mit der Bürgerschaft. Soweit möglich sollen unterschiedliche Zielgruppen, insbesondere Jugendliche und junge Erw
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