Originalquelle: ALLRIS-Original
260810 · 2026-04-29 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Arno Hospes CDU Bezirksfraktion Bonn
Der Paulusplatz ist ein zentraler Ort für Nahversorgung und Begegnung im Stadtteil Tannenbusch, bleibt jedoch aktuell in seiner Funktion und Aufenthaltsqualität hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Unklare Verkehrsführungen, Nutzungskonflikte beim Parken sowie fehlende Aufenthaltsangebote führen zu einer verminderten Attraktivität und beeinträchtigen die sichere Nutzung des Platzes. Hinzu kommt, dass frei abgestellte Elektrokleinfahrzeuge häufig ungeordnet im öffentlichen Raum stehen und insbesondere auf Gehwegen zusätzliche Barrieren schaffen.
Erfahrungen aus integrierten Stadtentwicklungskonzepten zeigen, dass bereits mit kleinen, gezielten Maßnahmen deutliche Verbesserungen erreicht werden können. Dazu zählen eine klare Strukturierung des ruhenden Verkehrs, die Förderung von Kurzzeitparken zur Unterstützung des Einzelhandels sowie die Schaffung kleiner Aufenthaltsbereiche.
Auch die Ausweisung fester Abstellflächen für E-Scooter und ähnliche Angebote trägt zur Ordnung des öffentlichen Raums bei und verbessert die Nutzbarkeit insbesondere für Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Personen.
Ergänzend kann die Aktivierung von Grünflächen durch Beteiligungsformate, etwa durch die
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Die Verwaltung wird beauftragt, ein Maßnahmenkonzept zur funktionalen und gestalterischen Aufwertung des Paulusplatzes zu erarbeiten und dabei insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen:
• die Schaffung kleiner, klar definierter Aufenthaltsbereiche („Mikro-Aufenthaltsbereiche“) durch Sitzgelegenheiten,
• die Prüfung und Umsetzung von Möglichkeiten zur Verpachtung oder temporären Nutzung von Beeten und Grünflächen durch Anwohner, Initiativen oder lokale Einrichtungen
• die Einführung von Kurzzeitparkregelungen, insbesondere über die sogenannte „Brötchentaste“ (kostenfreies Kurzzeitparken), zur Stärkung des lokalen Einzelhandels
• die klare räumliche Abgrenzung zwischen Gehwegen und Parkflächen zur Verbesserung von Sicherheit und Orientierung
• die Optimierung der Anordnung der Stellplätze zur Reduzierung von Nutzungskonflikten und zur Verbesserung der Verkehrsabläufe
• die Einrichtung klar gekennzeichneter Abstellflächen für mietbare Elektrokleinfahrzeuge (z. B. E-Scooter) sowie die Abstimmung mit den Anbietern zur verbindlichen Nutzung dieser Flächen
Die Ergebnisse mit konkreten Maßnahmenvorschlägen werden der Bezirksvertretung Bonn vorgelegt.
Stellungnahme der Verwaltung
Bei Annahme des Antrages wird die Verwaltung ein Maßnahmenkonzept für die Aufwertung des Paulusplatzes erarbeiten und dabei die Berücksichtigung der Antragsinhalte prüfen.
Die Verwaltung weist jedoch darauf hin, dass eine kurzfristige Bearbeitung des Antrages unter Berücksichtigung des bestehenden Arbeitsprogrammes nicht erfolgen kann. Die Bearbeitung könnte somit erst im Jahr 2027 beginnen und erste Ergebnisse könnten frühestens im 2. Halbjahr 2027 vorgelegt werden.
Wie aus der Stellungnahme ersichtlich wird, erfolgt der Beschluss zudem vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH-Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung.
Sachverhalt
Am Paulusplatz gibt es keinen Parkautomaten, sondern eine Regelung mit Parkscheibenpflicht (2 Stunden Parkzeit). Die Einführung von 15 min kostenfreiem Parken unter Einführung einer Parkraumbewirtschaftung stellt hier keine Verbesserung dar. Es ist kein Parkdruck erkennbar, der den Aufwand rechtfertigt.
Beschlussvorschlag
Streiche „die Einführung von Kurzzeitparkregelungen, insbesondere über die sogenannte „Brötchentaste“ (kostenfreies Kurzzeitparken), zur Stärkung des lokalen Einzelhandels“.