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Linke-Dringlichkeitsantrag: Stopp der Nutria-Bejagung - Transparenz und politische Beteiligung beim Nutria-Management

260987 · 2026-05-19 · Dringlichkeitsantrag · öffentlich

Antragsteller: Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Janine Könen

Sachverhalt

Die Stadtverwaltung hat im Mai 2026 via Pressemitteilung Fakten geschaffen und die Rückkehr zur Bejagung der Nutria-Population am Rheinauensee verkündet, nachdem der Bestand im Jahr 2025 wieder auf über 80 Tiere angewachsen sein soll.

Aus Sicht der Linksfraktion ist die Tötung von Wildtieren in einem innerstädtischen Erholungsgebiet wie dem Rheinauenpark ethisch hochgradig problematisch und nachhaltig wirkungslos. Bereits in der Vergangenheit (z. B. nach den Maßnahmen 2022/2023) hat sich gezeigt, dass eine reine Bestandsreduktion durch Abschuss oder Fallen die Ursachen nicht bekämpft: Frei gewordene Reviere werden durch die hohe Geburtenrate und Zuwanderung rasch wieder besetzt.

Bürgeranträge und Anfragen aus den letzten fünf Jahren haben wiederholt verdeutlicht, dass in der Bonner Bevölkerung ein breiter Wunsch nach gewaltfreien, tierschutzkonformen Lösungen existiert.

Anstatt das bereits diskutierte Pilotprojekt zur Sterilisation in Zusammenarbeit mit Fachverbänden wie dem Deutschen Tierschutzbund ernsthaft und langfristig zu verfolgen, die politischen Gremien der Stadt Bonn über die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit zu informieren, flüchtet sich die Verwaltung erneut in die ad

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Beschlussvorschlag

  1. Sofortiger Stopp der Bejagung

Die Verwaltung wird beauftragt, die in der Pressemitteilung vom 11. Mai 2026 angekündigte Bejagung und Tötung von Nutrias im linksrheinischen Rheinauenpark mit sofortiger Wirkung einzustellen.

  1. Vorab-Beteiligung der politischen Gremien

Die Verwaltung wird verpflichtet, zukünftige weitreichende Maßnahmen des Populationsmanagements - insbesondere letale Maßnahmen (Abschuss oder Tötung in Fallen) - vor dem tatsächlichen Beginn der Umsetzung den zuständigen politischen Gremien (Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda) zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. Einseitige administrative Ankündigungen via Pressemitteilung ohne Gremienberatung sollen zukünftig nicht mehr erfolgen.

  1. Veröffentlichung eines aktuellen Sachstandes und der Monitoring-Ergebnisse

Die Verwaltung wird beauftragt, dem Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda in seiner nächsten Sitzung einen umfassenden, schriftlichen Bericht vorzulegen. Dieser muss enthalten:

○ Die detaillierten Ergebnisse des Monitorings und der systematischen Zählungen aus den Jahren 2024, 2025 (und Q1 2026) (inklusive Methodik und konkreter Standorte)

○ Eine genaue Aufschlüsselung der seit Her

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Begründung

der Dringlichkeit: **

Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Pressemitteilung der Stadt Bonn vom 11. Mai 2026, in der angekündigt wurde, bereits „in den kommenden Frühlings- und Sommermonaten“ wieder Jägerinnen und Jäger zur Bejagung und Tötung der Nutrias in der Rheinaue einzusetzen. Da diese letalen Maßnahmen unmittelbar bevorstehen oder bereits begonnen haben, ohne dass die gewählten Gremien des Rates vorab beteiligt wurden oder eine Debatte über die Notwendigkeit der erneuten Bejagung und nachhaltiger Alternativen erneut stattfinden konnte, ist ein Zuwarten bis zum regulären Turnus der Ausschüsse nicht möglich.

Beratungsfolge

Dokumente