Originalquelle: ALLRIS-Original
261220 · 2026-06-16 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Eva Kuzu Jakob Kraasch-Tarnowsky Karsten Hudel
Die aktuelle sich zuspitzende Entwicklung des Drogenkonsums, insbesondere die Zunahme von Crack-Abhängigkeit, stellt die Stadt Bonn vor eine soziale und ordnungspolitische Herausforderung. Die Situation in der Prinz-Albert-Straße hat eine Intensität erreicht, die sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Anwohnenden eine Belastung darstellt. Hiervon sind insbesondere die anwohnenden Kinder betroffen (Schulweg, Kinderarztpraxen, ÖPNV usw.).
Die Anwohner*innen, die Polizei und der VfG beobachten eine massive qualitative und quantitative Veränderung (lt. VfG seit ca. 1, 5 Jahren), die von der Polizei vor Ort als „Flächenbrand“ bezeichnet wird und mit extremem Konsumdruck, Aggression und Gewalt einhergeht. Hinzu kommt eine Verlagerung der „Szene“ weg von Bonner Loch und Kaiserplatz auf die begrenzte Örtlichkeit der Grünfläche a.d. Bahnunterführung Poppelsdorfer Allee und dadurch eine Ausbreitung in das Wohngebiet der Prinz-Albert-Straße u.a.
Es wird auch in Kombination mit Alkoholkonsum ein sich verstärkendes Problem bei Crack- und Heroin-Abhängigen bzgl. einer sehr negativen, aggressiven und teils wahnhaften Dynamik beobachtet. Ein rein ordnungsrechtlicher Ansatz, wie ein
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Ziel ist es, der Politik fundierte, gesamtgesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die sowohl den Schutz und die Unterstützung der Abhängigen, als auch die Belange der Anwohnenden, v.a. Kinder, der öffentlichen Sicherheit und den Mitarbeitenden der SWB zu berücksichtigen. 2. Die Verwaltung wird gebeten, für die aktuelle Situation in der Prinz-Albert-Straße kurzfristige Akutmaßnahmen umzusetzen, u.a. unter Einbeziehung des Ordnungsamtes und des VfG. Dem Rat und den Gremien sind schnellstmöglich die Ergebnisse und Maßnahmen vorzustellen.
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Stellungnahme der Verwaltung
Aufgrund der Komplexität des Antrags konnten nicht von allen zu beteiligenden Ämtern fristgerecht Stellungnahmen eingereicht werden. Die Verwaltung bittet daher um Vertagung.
Sachverhalt
erfolgt mündlich.
Beschlussvorschlag
Der Antrag DS 261220 wird durch die nachstehenden Beschlusspunkte ersetzt.
Ziel ist es, der Politik fundiert Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die der wachsenden Verelendung von Suchtkranken entgegenwirken. Die Belange von Anwohnenden und Stadtgesellschaft sollen dabei angemessen und faktenbasiert berücksichtigt werden.
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Sachverhalt
Die Antragsteller sehen bzgl. der dramatischen Entwicklung der offenen Drogenszene rund um den Bonner Hauptbahnhof dringenden Handlungsbedarf. Das ständige Anwachsen des angesprochenen Personenkreises – mit hohem Anteil an Nicht-Bonnern – und die besorgniserregende Zunahme an Crack-Konsum führen zu einer schnell um sich greifenden Verelendung der Betroffenen und mithin zu einer massiven Belastung des öffentlichen Raumes. Zur Hilfe der Suchtpatienten und zum Schutz der Bevölkerung vor nicht mehr steuerungs- fähigen Rauschgiftabhängigen sollten daher entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Es existiert bereits ein Arbeitskreis (AK Offene Szene), welcher die im Ursprungsantrag unter Ziffer 1 genannten Akteure und weitere beinhaltet. Es muss also nicht ein neues und weiteres Gremium geschaffen werden. Über die Arbeit des AK, seine Forderungen und Lösungsansätze sollte berichtet werden. Auch besteht schon seit langem die Forderung (DS254272), die Hilfssysteme in den umliegenden Kommunen anzustoßen. Hier ist der Oberbürgermeister aufgefordert, den Aufbau von Hilfsstrukturen in den Umlandkommunen dort anzumahnen und aktuell im Übergang die auskömmliche finanzielle Beteiligung der Umland
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Beschlussvorschlag
Der Antragstext wird im Wortlaut wie folgt ersetzt:
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Stellungnahme der Verwaltung
__Zu 1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein interdisziplinäres Konzept zur Bewältigung der aktuellen Entwicklung beim Drogenkonsum – insbesondere des stark gestiegenen Crack-Konsums- und -handels in der Bonner Innenstadt – zu entwickeln.__ Die Arbeit zur Thematik erfolgt bereits interdisziplinär. Seit jeher ist eine enge Vernetzung der Akteure in der Suchthilfe mit den maßgeblichen Stellen der Bonner Stadtverwaltung (Soziales, Gesundheit, Sicherheit und Ordnung) und der Polizei mit dem Ziel der bedarfsgerechten Anpassung der Angebote und Steuerungsmöglichkeiten in Bonn etabliert. Diese Akteure wirken, gemeinsam mit dem UKB, seit April 2024 in dem Projekt AWARE (Abwasseranalyse zur Rauschgift-Evaluation) mit. Ziel ist es, über Abwasseruntersuchungen Kenntnisse zu Konsumtrends von illegalen Betäubungsmitteln frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Präventions- und Hilfsangeboten darauf zu reagieren. Es besteht zudem der AK Offene Szene, in dem sich Akteure aus der Stadtverwaltung, der Polizei, der ambulanten Suchthilfe sowie Akteure aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich zu Themen des Drogenkonsums in Bonn austauschen und Entwicklungsansätze besprechen. Die Stadtverwaltung steh
_Gekürzt._