Originalquelle: ALLRIS-Original
261263 · 2026-06-22 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Rolf Beu
Die beiden nebeneinander liegenden Neubaugebiete West Side und Vogelsang im Endenicher Norden sind in Summe eines der größten Bauprojekte der letzten Jahre. Bei West Side wurde auf dem ehemaligen Industriegebiet ursprünglich ein lebendiges, urbanes Areal mit Wohnungen, kreativen und gewerblichen Nutzungen versprochen, das für die Nahversorgung auch über entsprechende Angebote verfügen sollte. Errichtet wurden neben etlichen Wohnhäusern lediglich zwei Bürokomplexe, in denen die Bundeszollverwaltung einzog. Die im östlichen dieser beiden Gebäude errichteten zwei Ladenlokale sind von Anfang an leer stehend. Gleiches gilt für die einzig verbliebenen historischen Gebäude, das Labor- und das Pförtnergeböude. Zuletzt wurde im Vorjahr noch die an das Laborgebäude anschließende Halle abgerissen. Jetzt gibt es dort eine Brachfläche. Die mehreren Hundert Bewohner*innen verfügen entgegen den rechtlich leider nicht bindenden Versprechungen somit immer noch über keine fußläufige Nahversorgung. Noch nicht einmal ein Kiosk oder eine Bäckereifiliale sind vorhanden.
Gleiches gilt für das Vogelsang-Areal. Örtlich besteht die Befürchtung, dass die gastronomische Nutzung des zentralen Gebäudes Vili-Vi
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1) Die Verwaltung wird beauftragt mit den privaten Investoren und Grundstückseigentümern des West Side-Areals in intensive Gespräche einzutreten, sowohl einen Nahversorger bspw. auf dem Grundstück der abgerissenen Halle (ehemaliger Anbau des Laborgebäudes) zu errichten, wie auch die versprochene gastronomische/Café-Nutzung im ehemaligen Pförtnergebäude und den bereits entsprechend gestalteten Vorbereichen.
2) Nicht nur zur Erhöhung der Motivation wäre zu eruieren, ob von Seite der Projektbetreiber nicht zwischenzeitlich Interesse besteht, die ursprünglich für eine Büronutzung vorgesehene große nördliche Freifläche im Bereich Simone-Veil-/Siemensstraße/Václav-Havel-Platz mit weiterer Wohnnutzung zu bebauen.
3) Gleicher Gesprächswunsch wie unter 1. gilt für die VEBOWAG im Vogelsang-Areal. Dort soll gemäß den ursprünglichen Absichtserklärungen nach dem Auszug der provisorisch im Erdgeschoss des Gebäudes Vili-Viorel-Pāun-Platz 2 - 6 untergebrachten Ki Ta und deren Umzug in den gegenüber zu errichtenden Neubau eine Gastro-/Treffpunkt-Nutzung primär für die Anwohnenden realisiert werden. Dieses Ziel darf nicht aufgegeben werden und wäre mit der VEBOWAG zu fixieren.
Stellungnahme der Verwaltung
Der Wunsch nach einem Nahversorger im West Side-Areal ist der Verwaltung seit längerem bekannt, weshalb auch regelmäßig in der Vergangenheit Abfragen bei Swisslife erfolgten.
In diesem Zusammenhang weist die Verwaltung darauf hin, dass derzeit ein Bauantrag für die Nachnutzung des ehemaligen Pförtnerhaus vorliegt. Dieser sieht die Realisierung einer Bäckerei bzw. eines Cafés mit Außengastronomie zur Quartiersmitte der west.side hin vor.
Leider wurde bislang für einen Einzelhandel weder im planungsrechtlich dafür vorgesehenen Baufenster noch für einen Nutzer des zentralen Laborgebäudes ein Vertragspartner gefunden. Der Bebauungsplan setzt grundsätzlich fest, dass innerhalb des Gewerbegebietes Einzelhandelsbetriebe nicht zulässig sind. Ausnahmsweise können jedoch kleinflächige Einzelhandelsbetriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten (Drogeriewaren, Nahrungs- und Genussmittel) im GE 1a an der Siemensstraße sowie Läden im GE 3 (ehemaliges Laborgebäude) im zentralen Eingangsbereich des Gebietes zugelassen werden.
Die Verwaltung wird diesbezüglich weiterhin den Kontakt zu Swisslife suchen und die Bezirksvertretung informieren, sobald ihr neue Informationen vorliegen. Dies gi
_Gekürzt._