Originalquelle: ALLRIS-Original
261292 · 2026-06-25 · Antrag · öffentlich
Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Dr. Beate Bänsch-Baltruschat
Die Bundesstadt Bonn informiert auf ihrer Internetseite über Stadttauben und begründet dort unter anderem das bestehende Fütterungsverbot. Mehrfach haben die Stadttaubenhilfe e.V. sowie der Deutsche Tierschutzbund die Verwaltung darauf hingewiesen, dass einzelne Aussagen auf der Website nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand entsprechen. Eine Überarbeitung ist trotz wiederholter Hinweise bislang nicht erfolgt.
Insbesondere die Darstellung gesundheitlicher Risiken vermittelt Bürger*innen den Eindruck, Stadttauben stellten eine besondere Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Diese Darstellung ist wissenschaftlich nicht haltbar.
Nach dem aktuellen Stand der Forschung stellen Stadttauben keine besondere Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung dar. Sie übertragen Krankheiten nicht häufiger auf Menschen als andere im städtischen Raum vorkommende Vogelarten. Eine erhöhte Gefährdung von Passant*innen durch die bloße Anwesenheit von Stadttauben ist wissenschaftlich nicht belegt. Die fortgesetzte Darstellung einer besonderen Gesundheitsgefahr trägt zur Stigmatisierung der Tiere bei und erschwert eine sachliche Diskussion über wirksame und tierschutzgerechte Lösungsansätze.
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Die Verwaltung wird beauftragt,
Stellungnahme der Verwaltung
Das Taubenfütterungsverbot ist u.a. durch das Infektionsschutzgesetz (§§ 16 ff. IfSG) begründet. Grundsätzlich können fast alle Tiere Krankheitserreger auf irgendeine Weise aufnehmen und wieder so abgeben, dass Menschen infiziert werden können. Daher fallen nicht nur Tiere wie z.B. Tauben, Ratten, Mäuse oder Zecken, sondern auch Nutz- und Haustiere wie Katzen, Hunde und Ziervögel unter den Anwendungsbereich des IfSG.
__Der Text der Webseite wird wie folgt angepasst: __
Tauben füttern – in Bonn verboten […]
Stadttauben können, wie andere Vogelarten, Träger von Krankheitserregern sein. Eine Übertragung auf den Menschen ist grundsätzlich möglich, tritt jedoch selten auf. Für Menschen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, wenn sie -wie beim Fütter
_Gekürzt._