Originalquelle: ALLRIS-Original
261322 · 2026-07-02 · Große Anfrage · öffentlich
Antragsteller: Aaron Eßelborn
Mit Erstaunen haben wir von den Plänen der Verwaltung erfahren, die Freibäder in Friesdorf und Rüngsdorf abzustoßen und in private Hand zu geben. Vor diesem Hintergrund ergeben sich für uns zahlreiche Fragen.
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Die Stadtverwaltung plant, die traditionsreichen Freibäder in Rüngsdorf und Friesdorf aus dem städtischen Betrieb zu entlassen. Schwimmbäder gehören zur kommunalen Daseinsfürsorge. Sie sind keine Wirtschaftsbetriebe und können nur schwer Gewinne erwirtschaften. Ein Rückzug der Stadt aus der Verantwortung kann daher sehr schnell zu einer Schließung auf Raten werden, zulasten von über 80.000 Bürgerinnen und Bürgern in Bad Godesberg.
Gerade die heißen Sommer der letzten Jahre zeigen, wie unverzichtbar diese Orte sind. Sie bieten Abkühlung, sind Sportstätten für Schulen und Vereine und dienen als soziale Treffpunkte für alle Generationen, unabhängig vom Geldbeutel. Unsere Bäder opfern zu wollen, ist das Ergebnis einer kurzsichtigen Haushaltspolitik.
Die angespannte Finanzlage der Stadt ist bekannt. Doch das strukturelle Haushaltsdefizit wird durch das Abstoßen der Bäder nicht saniert. Die finanzielle Entlastung steht in keinem Verhältnis zum dauerhaften Verlust an Lebensqualität und sozialer Infrastruktur in unserem Stadtbezirk.
Die Verwaltungsvorlage wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet. In diesem Sinne bitten wir um zeitnahe Beantwortung der Großen Anfrage.
Stellungnahme der Verwaltung
1. Die Stadt spricht von Interessenten, die die Gründung einer Betreiber-GmbH für das Panoramabad Rüngsdorf anstreben. Welche Interessenten sind dies? Wann und mit wem wurden Gespräche geführt?
Die gemeinnützigen Vereine „Rüngsdorfer Kultur Bad e.V."“ und „Schwimmgemeinschaft Wachtberg-Godesberg e.V.“ sowie ein Unterstützerkreis aus Privatpersonen haben ihr Interesse erklärt, an einer Lösung zum Fortbestand des Panoramabades Rüngsdorf mitzuwirken. Diese beiden Vereine sind bereits vor einiger Zeit mit der Absicht an die Sportverwaltung herangetreten, den Betrieb des Panoramabades Rüngsdorf zu übernehmen und hierzu eine Betreibergesellschaft, möglicherweise auch in Form einer g GmbH, zu gründen. Diese Absicht wurde im vergangenen Jahr bekräftigt.
**2. Der Betrieb des Freibads Friesdorf soll an Dritte übergeben werden, als Beispiel genannt werden die Freibad-Freunde Friesdorf. Wie verträgt sich diese Idee mit der Tatsache, dass den Freibad-Freunden die Pläne der Verwaltung vorab nicht bekannt waren und Sie selbst laut eigener Aussage weder personell noch rechtlich (Stichwort: Haftung) zu einem Betrieb des Freibades in der Lage wären? Wann und mit wem wurden Gespräche geführt?
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