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SPD-Große Anfrage: Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg

261501 · 2026-08-12 · Große Anfrage · öffentlich

Antragsteller: SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg Dr. Uli Barth

Sachverhalt

Die Stadthalle ist ein in vielerlei Hinsicht prägendes Gebäude für Bad Godesberg. Nicht zuletzt wegen seiner architektonischen Qualität und seiner vorbildlichen Funktionalität steht es unter Denkmalschutz. Die prognostizierte Verdoppelung der Kosten für die Sanierung stellt die angespannten städtischen Finanzen aber vor eine große Herausforderung. Deswegen muss nach Möglichkeiten gesucht werden, wie die Sanierungskosten reduziert werden können. Ziel sollte dabei sein, die Sanierung für weniger als 100 Mio. EUR zu realisieren.

Dazu müssen alle Möglichkeiten geprüft und letztlich eine politische Entscheidung über Wünschenswertes und Machbares getroffen werden. Dies schließt auch Nutzeranforderungen ein, sofern sie die Funktionalität der Halle nicht substantiell einschränken. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die großen Anbauten im Bereich des Wirtschaftshofs zu überprüfen. Beispielsweise stellt sich die Frage, ob für die Verwaltung nicht auch vorhandene Räume genutzt werden können (z.B. die bisherige Pächterwohnung und das Veranstaltungsbüro), die Verwaltung an einem anderen Ort (z.B. der Kurfürstlichen Zeile) oder durch eine schon bestehende städtische Struktur erfolgen kann

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Beschlussvorschlag

Die Stadtverwaltung wird gebeten, die folgenden Fragen überschlägig zu beantworten:

  1. Gibt es aus Sicht der Stadtverwaltung Möglichkeiten, die Kosten für die Sanierung substantiell zu reduzieren?
  1. Welche Auswirkungen auf die Kosten hätte es, wenn die neuen Bauten im jetzigen Wirtschaftshof auf das absolute Minimum reduziert würden (insb. Verwaltungsgebäude, Anbau für die Restaurantküche, Anlieferung für die Cateringküche, Unterkellerung der neuen Bauteile)?
  1. Welche der bisher vorgesehenen Aufzüge sind gegebenenfalls verzichtbar? Wären damit einhergehende funktionale Einschränkungen vertretbar?
  1. Welche (Bau-) Kostenreduzierung ließe sich erzielen, wenn die energetischen Standards in Teilbereichen – beispielsweise an denkmalgeschützten Bauteilen – reduziert würden?
  1. Wie kann am besten eine belastbare Entscheidungsgrundlage geschaffen werden, um politisch zu bewerten, welche der – allesamt wünschenswerten – Vorschläge der Vorentwurfsplanung unter Berücksichtigung der Kosten umgesetzt werden können? Gibt es Vorgehensweisen, die die dadurch eintretende Verzögerung gering halten?

Nebenvorlagen (Stellungnahmen, Änderungsanträge)

261501-02 FDP - Große Anfrage: Abriss und Neubau der Stadthalle Bad Godesberg, Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg (DS-Nr. 261501)

Sachverhalt

Bad Godesberg ist ein Stadtbezirk mit 82.000 Einwohnern,

Angesichts der dramatischen Haushaltslage der Bundesstadt Bonn, die auch Bad Godesberg nicht verschont, sowie der Explosion der vorgesehenen Kosten für die denkmalgerechte Sanierung der Stadthalle (von zuletzt rund 70 Millionen auf über 140 Millionen Euro). Sowohl die Kostensteigerung als auch die Verzögerungen in der Projektausführung sind nicht tolerierbar. Es muss mit Hochdruck, insbesondere und zuvorderst durch das Amt für Wirtschaftsförderung, ein Standortkonzept entwickelt werden, damit Bad Godesberg neue Perspektiven und Funktionen erhält.

Daher muss nun dringend eine kosteneffiziente Alternative, nämlich der Abriss und der Neubau unter Erhaltung des historischen Trinkpavillons, geprüft und umgesetzt werden. Neue Erkenntnisse erfordern neue Wege.

Nicht nur brauchen die zahlreichen Vereine und der Karneval einen festen Ankerpunkt in der Stadtmitte, sondern auch die Nutzung als überregional bekannter und geschätzter Kongressstandort in Top-Lage und mit bester Anbindung muss unbedingt wieder möglich sein. Ein zweites Beethovenhallen-Desaster soll unbedingt vermieden werden.

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung möge bitte ausführen, angesichts der Kostenexplosion für die Sanierung der Halle:

  1. Wurde ein Abri ss und Neubau der Halle geprüft?

a. Wurde dabei ein Erhalt des historischen Trinkpavillons berücksichtigt und geprüft?

b. Falls eine Prüfung von Abriss und Neubau geprüft wurde, wie sieht die Vergleichsrechnung zur Sanierung aus?

  1. Kann die Sanierung noch gestoppt und ein Abriss und Neubau beauftragt werden?
  1. Wurde geprüft, ob es für Neubau und Betrieb privatwirtschaftliche Interessenten gibt?
  1. Wurde folgendes Nutzungsprofil bei der Planung berücksichtigt?

· Angemessene Partizipation Bad Godesbergs am Tourismusaufkommen Bonns,

· Räumlichkeiten für Kongresse und Hauptversammlungen in Ergänzung und Kooperation mit dem WCCB,

· Räumlichkeiten für Eigentümerversammlungen etc.,

· Räumlichkeiten für Vereinstreffen,

· Räumlichkeiten für Karnevalsveranstaltungen,

· Räumlichkeiten für Familienfeierlichkeiten,

· Erhalt des Eigentums am Grundstück mittels Erbpacht (Bei Vergabe an Investor zum Neubau der Halle und Hallennutzung)

261501-01 ST SPD-Große Anfrage: Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg

Stellungnahme der Verwaltung

Die in der Großen Anfrage angesprochenen Möglichkeiten zur Reduzierung der Sanierungskosten werden derzeit verwaltungsseitig geprüft. Ziel ist es, den bisherigen Planungsumfang kritisch zu hinterfragen, mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren und hieraus einen Vorschlag für das weitere Vorgehen zu entwickeln.

Betrachtet werden insbesondere eine Reduzierung der geplanten Neubau- und Nutzflächen sowie eine stärkere Nutzung vorhandener Räume. Dies betrifft beispielsweise den vorgesehenen Verwaltungstrakt, Küchen-, Catering-, Lager- und Logistikflächen sowie die Unterkellerung einzelner Neubauabschnitte. Darüber hinaus werden die Anzahl und Anordnung der Aufzüge, technische und energetische Standards, Material- und Ausstattungsqualitäten sowie zusätzliche Nutzungsbausteine wie Kegelbahn und Bierstübchen in die Betrachtung einbezogen.

Basierend auf einem Auftrag aus der Haushaltsklausur des Verwaltungsvorstandes werden zusätzlich ergebnisoffen auch grundsätzlich andere Realisierungsoptionen – einschließlich eines potenziellen Neubaus – geprüft, um die zukünftige Ausrichtung der Stadthalle gegebenenfalls neu zu denken.

Die verschiedenen Ansätze werden nun verwaltungsintern weiter

_Gekürzt._

261501-03 ST FDP - Große Anfrage: Abriss und Neubau der Stadthalle Bad Godesberg, Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg (DS-Nr. 261501-02)

Sachverhalt

Inhalt der Stellungnahme zur Großen Anfrage

Zu Frage 1 wurde ein Abriss und Neubau der Halle geprüft? einschließlich der Unterfragen a und b

Die bisherige Planung folgt dem politischen Auftrag, die Stadthalle Bad Godesberg als denkmalgeschütztes Bestandsgebäude zu sanieren und zu einer multifunktionalen Veranstaltungsstätte mit einem gastronomischen Angebot in Form eines Restaurants am bisherigen Standort weiterzuentwickeln. Nach der bisherigen Einschätzung der beteiligten Denkmalbehörden liegen die Voraussetzungen für einen Abriss derzeit nicht vor.

Eine vertiefte planerische und wirtschaftliche Untersuchung eines Abrisses mit anschließendem Neubau für das Gesamtprojekt war bislang nicht Gegenstand Planungsauftrags. Wohl erfolgte eine solche Betrachtung in Bezug auf den Umgang mit dem einsturzgefährdeten großen Saal. Es wurden drei Szenarien ausgearbeitet:

  1. Vollerhalt, 2. Teilerhalt/Teilrückbau und 3. Vollrückbau mit Rekonstruktion. 1 und 2 lagen kostenmäßig und in Bezug auf die Bauzeit gleichauf. Variante 1 punktete mit dem geringsten CO2-Ausstoß; Variante 2 bot die die größte Flexibilität in der Nutzung und der denkmalgerechten Gestaltung. Variante 3, Vollrückb

_Gekürzt._

Beschlussvorschlag

Inhalt der Stellungnahme zur Großen Anfrage

Zu Frage 1 wurde ein Abriss und Neubau der Halle geprüft?

einschließlich der Unterfragen a und b

Die bisherige Planung folgt dem politischen Auftrag, die Stadthalle Bad Godesberg als denkmalgeschütztes Bestandsgebäude zu sanieren und zu einer multifunktionalen Veranstaltungsstätte mit einem gastronomischen Angebot in Form eines Restaurants am bisherigen Standort weiterzuentwickeln. Nach der bisherigen Einschätzung der beteiligten Denkmalbehörden liegen die Voraussetzungen für einen Abriss derzeit nicht vor.

Eine vertiefte planerische und wirtschaftliche Untersuchung eines Abrisses mit anschließendem Neubau für das Gesamtprojekt war bislang nicht Gegenstand Planungsauftrags. Wohl erfolgte eine solche Betrachtung in Bezug auf den Umgang mit dem einsturzgefährdeten großen Saal. Es wurden drei Szenarien ausgearbeitet:

  1. Vollerhalt, 2. Teilerhalt/Teilrückbau und 3. Vollrückbau mit Rekonstruktion. 1 und 2 lagen kostenmäßig und in Bezug auf die Bauzeit gleichauf. Variante 1 punktete mit dem geringsten CO2-Ausstoß; Variante 2 bot die die größte Flexibilität in der Nutzung und der denkmalgerechten Gestaltung. Variante 3, Vollrück

_Gekürzt._

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