Originalquelle: ALLRIS-Original

Grüne-Fraktion-Große Anfrage: Erkenntnissen über hitzebedingte gesundheitliche Risiken bei Menschen mit Migrationshintergrund und deren Einbindung in Hitzeschutzkonzepte

261516 · 2026-08-13 · Große Anfrage · öffentlich

Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Radosawa Stomporowski

Sachverhalt

Mit großer Sorge verfolgen wir die aktuellen Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI), die für Nordrhein ‑ Westfalen bereits über 5.000 geschätzte hitzebedingte Sterbefälle im Juli 2026 ausweisen. Diese Zahlen machen deutlich, wie ernst die Lage ist – und wie wichtig es ist, besonders gefährdete Gruppen in den Blick zu nehmen.

Aus unserer Arbeit wissen wir, dass Menschen mit Migrationshintergrund häufig mehrfach belastet sind. Viele leben in dicht bebauten Stadtteilen, in Wohnungen, die sich stark aufheizen. Hinzu kommt, dass Bonn als Teil des Rheinlandes zu den wärmsten Regionen Nordrhein ‑ Westfalens gehört. Viele Bonner Stadtteile erleben im Sommer eine besonders starke Wärmebelastung, die sich durch die dichte Bebauung und die Lage im Rheintal zusätzlich verstärkt. Diese klimatischen Bedingungen treffen gerade jene Menschen hart, die ohnehin unter beengten Wohnverhältnissen, fehlenden Grünflächen oder körperlich belastenden Arbeitsbedingungen leiden.

Belastend sind außerdem Sprachbarrieren, die den Zugang zu Gesundheitsinformationen erschweren, sowie Arbeitsbedingungen, die oft mit Hitzeexposition verbunden sind wie z.B. in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in der Gastronom

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Beschlussvorschlag

Wir bitten die Verwaltung um Stellungnahme zu folgenden Fragen:

  1. Gibt es Daten, Auswertungen oder Beobachtungen der Stadt Bonn, die Hinweise darauf geben, ob Menschen mit Migrationshintergrund besonders von hitzebedingten Erkrankungen oder Todesfällen betroffen sind? Falls die Stadt keine eigenen Daten erhebt: Welche Informationen liegen über Landesbehörden oder das RKI vor?
  2. Wie werden Menschen mit Migrationshintergrund in die Entwicklung und Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen einbezogen? (z. B. Informationskampagnen, Warnsysteme, niedrigschwellige Angebote, Zugang zu kühlen Räumen)
  3. Welche Maßnahmen gibt es, um Sprachbarrieren abzubauen und Menschen gezielt über Hitzeschutz zu informieren? (z.B. Mehrsprachige Materialien, Community ‑ Arbeit, digitale Angebote)
  4. Gibt es Kooperationen mit Migrant*innenselbstorganisationen, Beratungsstellen oder Community ‑ Strukturen, um besonders gefährdete Gruppen zu erreichen?
  5. Besteht aus Sicht der Stadt Bonn die Möglichkeit, über das Gesundheitsamt oder den Städtetag NRW eine Anregung an das RKI weiterzugeben, damit hitzebedingte Gesundheitsrisiken stärker nach sozialen und migrationsbezogenen Faktoren untersucht werden?
  6. Inwiefern

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Nebenvorlagen (Stellungnahmen, Änderungsanträge)

261516-02 ST Stellungnahme zur Großen Anfrage der Grüne-Fraktion: Erkenntnissen über hitzebedingte gesundheitliche Risiken bei Menschen mit Migrationshintergrund und deren Einbindung in Hitzeschutzkonzepte

Stellungnahme der Verwaltung

Die Verwaltung wird die Hinweise und Anregungen der Anfrage bei der weiteren Prüfung, Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Hitzeaktionsplanung berücksichtigen und nimmt wie folgt Stellung:

  1. Gibt es Daten, Auswertungen oder Beobachtungen der Stadt Bonn, die Hinweise darauf geben, ob Menschen mit Migrationshintergrund besonders von hitzebedingten Erkrankungen oder Todesfällen betroffen sind? Falls die Stadt keine eigenen Daten erhebt: Welche Informationen liegen über Landesbehörden oder das RKI vor?

Für die Bundesstadt Bonn sind weder auf kommunaler noch übergeordneter Ebene Daten, die den Migrationshintergrund berücksichtigen, im Bereich des Hitzeschutzes verfügbar. Die Evaluation des Hitzeaktionsplans könnte zukünftig solche Daten berücksichtigen.

Das Gesundheitsamt hat mögliche Daten für die Evaluation sowohl bei Amt 33 als auch Amt 37 angefragt. Unabhängig der fehlenden Daten für die Bundesstadt Bonn ist aber festzustellen, dass Personen ab 65 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen in Gemeinschaftsunterkünften und soziökonomisch benachteiligte Personen als hitzevulnerabel gelten.

Dabei ist zu beachten, dass die Hitzevuln

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