Originalquelle: ALLRIS-Original

Antrag der AfD-Fraktion: Gedenken für die Bonner Opfer des Bombenterrors

2026-09-10 · Antrag · öffentlich

Antragsteller: AfD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Gerald Christ Roland Borkowski Frauke Kreuzer

Sachverhalt

Der 18. Oktober 1944 war ein schwarzer Tag für Bonn. Obwohl unsere Stadt militärisch und industriell nahezu unbedeutend war, flog ein britisches Bombergeschwader einen Großangriff mit Luftminen und Brandbomben. Der Grund: Sie wollten ein neues Zielsystem testen. An jenem Tag fanden 300 Bonner im Hagel des alliierten Bombenterrors in ihren Häusern und Kellern den Tod. Im Laufe des Krieges waren es über 1500 Todesopfer. Tausende Bonner wurden obdachlos, zahllose architektonische und kulturelle Schätze wurden unwiederbringlich zerstört.

Bis heute klafft in der Erinnerungskultur unserer Stadt eine Lücke. Städtische Gedenkveranstaltungen sind auf jene beschränkt, die in der Hierarchie der Opfer über unseren eigenen Toten stehen. Das Gedenken an die Bonner Opfer des Bombenkriegs ist auf kirchliche und private Initiativen beschränkt. Mit ihrem Antrag möchte die AfD diese Lücke schließen.

Beschlussvorschlag

Der Rat möge beschließen: Die Stadt Bonn richtet jährlich am 18. Oktober eine offizielle Gedenkveranstaltung für die Bonner Opfer des Bombenterrors im Zweiten Weltkrieg aus. Die Stadt Bonn informiert über die Ereignisse mit einer jährlich wiederkehrenden Ausstellung, die an einem Ort mit hohem Besucheraufkommen platziert wird (z. B. im Foyer des Stadthauses).

Beratungsfolge

Dokumente