Originalquelle: [ALLRIS-Original](https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2029261) # Große Anfrage - Linke: SWB-Ticketautomaten/-Validatoren 261674 · 2026-09-04 · Große Anfrage · öffentlich Antragsteller: Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Patrick Tollasz ## Sachverhalt Der Rat hat beschlossen, dass auf Ticketautomaten in Bussen und Bahnen der SWB verzichtet werden soll. Als Ersatz wird das Check-In/Out-System Bonnsmart vorgeschlagen. Bei diesem bestehen aber noch Unklarheiten im Bezug auf Datenschutz und die Einbindung in das regionale Verkehrsangebot. Zu 1+2 und 7: Viele Verkehre finden auch ins Umland statt. Wenn andere Verkehrsunternehmen keine (kompatiblen) Validatoren haben, ergeben sich praktische Probleme - wie bereits jetzt auf den Linien 16 und 18. So müsste für eine Fahrt ins Umland zunächst per Validator ein Ticket Preisstufe 1b gelöst werden. Im Anschluss braucht es dann ein weiteres Ticket der Preisstufe 2 /von einem Ticketautomaten, weil bei der Weiterfahrt keine Validatoren zum Ein/Auschecken verfügbar sind. Statt wie üblich ein einzelnes Ticket der Preisstufe 2, benötigt man dann zwei Tickets zu deutlich höheren Kosten. 3-5: Check-In-/Check-Out-Systeme können insbesondere für Personen ohne Tarifkenntnisse einen Komfortgewinn bedeuten. Gleichzeitig eröffnet die haltestellengenaue Erfassung von Einstiegen und Ausstiegen auch die Erstellung von Bewegungsprofilen. Selbst wenn die SWB diese nicht zu diesem Zweck nutzen, könnten sensi _Abschnitt gekürzt. Weiter mit abschnitt=sachverhalt und offset des Eintrags in weiter._ ## Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten. Hierfür ist ggf. eine Stellungnahme der SWB einzuholen. 1. Werden auch alle Fahrzeuge, die im Auftrag der SWB fahren, mit Validatoren ausgestattet? 2. Wie erfolgt die Einbindung regionaler Verkehrsunternehmen (insb. KVB und RSVG), wenn zu Fahrtbeginn zwar bei den SWB eingecheckt wird, die Weiterfahrt dann aber mit anderen Betreibern erfolgt. Wie werden Mehrfachbelastungen der Fahrgäste vermieden? 3. Wie wird sichergestellt, dass die Daten (Einstiegs- und Ausstiegshaltestellen in Verbindung mit persönlichen Informationen, Zahlungsinformationen, ggf. Name und weitere persönliche Daten) allein zu Abrechnungszwecken gespeichert werden? 4. Werden die gesammelten Daten über reine Abrechnungszwecke hinaus genutzt? Ist es mit den Abrechnungsdaten möglich, Bewegungsprofile (aggregiert und personalisiert) zu erstellen? 5. Wann werden die Daten gelöscht? 6. Wann ist mit Einführung der angekündigten Guthabenkarte zu rechnen? Ist diese anonym nutzbar oder mit persönlichen Daten verknüpft (z. B. Name, Zahlungsinformationen)? 7. Wie erfolgt die Einbindung der Guthabenkarte in andere Verkehrsbetriebe (vgl. Frage 2)? ## Dokumente - Sammeldokument öffentlich ([Original](https://www.bonn.sitzung-online.de/public/doc?DOCTYP=130&DOLFDNR=3206752&OTYP=41))