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Interfraktioneller Antrag zur Unterstützung der jüdischen Gemeinde bei der Errichtung einer neuen Synagoge nebst Gemeinde-, Bildungs- und Sozialzentrum

261686 · 2026-09-10 · Antrag · öffentlich

Antragsteller: CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Rainer Haid SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Max Biniek Angelika Esch FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Werner Hümmrich Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Friederike Dietsch Dr. Daniel Rutte Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Michael Faber Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Uwe Feddern

Sachverhalt

Die ursprüngliche und bis heute genutzte Synagoge in der Tempelstraße wurde 1959 für ca. 200 Mitglieder ausgelegt. Die jüdische Gemeinde in Bonn zählt heutzutage ca. 900 Mitglieder. Somit hat das erfreuliche Anwachsen der jüdischen Gemeinde zur Folge, dass der Platz in der Synagoge für die heutigen Bedürfnisse nicht mehr ausreicht.

Das Angebot der Gemeinde umfasst zudem auch soziale Beratung und Seelsorge, Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, Bildungsangebote sowie die regelmäßige Arbeit mit Schulen, Besuchergruppen und weiteren Einrichtungen der Stadtgesellschaft. Allerdings lassen die derzeit genutzten Räumlichkeiten dieses Angebot nur sehr eingeschränkt zu.

Aus diesem Grunde besteht der Bedarf nach einer größeren Synagoge, die - nach den Planungen der jüdischen Gemeinde -, in ein jüdisches Gemeinde-, Bildungs- und Sozialzentrum an einem neuen, noch genau zu identifizierenden Standort eingegliedert werden soll.

Beschlussvorschlag

Der Rat der Bundesstadt Bonn begrüßt und unterstützt das Vorhaben der jüdische Gemeinde Bonn, eine neue Synagoge sowie ein Gemeinde-, Bildungs- und Sozialzentrum zu errichten.

Der Rat beauftragt daher die Verwaltung, die Gemeinde bei der Suche eines geeigneten Standortes zu unterstützen, z. B. indem gezielt städtische Erbpachtgrundstücke geprüft werden.

Nebenvorlagen (Stellungnahmen, Änderungsanträge)

261686-01 ST Stellungnahme zum Interfraktionellen Antrag zur Unterstützung der jüdischen Gemeinde bei der Errichtung einer neuen Synagoge nebst Gemeinde-, Bildungs- und Sozialzentrum

Stellungnahme der Verwaltung

Die Verwaltung hat bereits einen Gesprächstermin mit der Jüdischen Gemeinde Bonn vereinbart. Dabei sollen der konkrete Flächenbedarf und die Anforderungen an einen Standort erörtert werden. Auf dieser Grundlage wird die Verwaltung prüfen, ob geeignete städtische Grundstücke zur Vergabe im Erbbaurecht, zur Verfügung stehen oder private Flächen in Betracht kommen. Über konkrete Ergebnisse und die weiteren Schritte wird die Verwaltung die politischen Gremien informieren.

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