Originalquelle: ALLRIS-Original
261704 · 2026-09-16 · Große Anfrage · öffentlich
Antragsteller: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Radosawa Stomporowski
Die Stadt Bonn hat in ihrer jüngsten Verwaltungsvorlage klar formuliert, dass reduzierte Sprachförderung Unterschiede in der Stadtgesellschaft verstärkt, Teilhabe erschwert und mittelbar kommunale Belastungen erzeugen kann. Diese Einschätzung zeigt, dass Sprachförderung ein zentraler Baustein für Chancengerechtigkeit, Bildungserfolg und Fachkräftesicherung ist. Laut IHK fehlen bereits heute in der Region rund 11.000 qualifizierte Arbeitskräfte; bis zum Jahr 2035 könnte sich diese Zahl laut IHK-Fachkräftemonitor auf bis zu 35.000 erhöhen, sofern keine zusätzlichen Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Gleichzeitig macht die Verwaltung deutlich, dass kommunale Maßnahmen allein nicht ausreichen, wenn der Bund zentrale Förderinstrumente zurückfährt oder strukturell verändert. Die Kommune kann nicht kompensieren, was der Bund nicht mehr finanziert – weder beim Studienzugang (Garantiefonds Hochschule), noch bei Integrationskursen oder der Berufssprachförderung. Dies betrifft besonders junge Zugewanderte, die Bildungsaspirationen mitbringen, aber ohne ausreichende Sprach ‑ und Studienvorbereitung den Zugang zu Ausbildung, Studium und qualifizierter Beschäftigung verlieren.
Für Bonn als Wisse
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Die Verwaltung wird gebeten darzustellen wie die Stadt Bonn sicherstellt bzw. darauf hinwirkt, dass durch aktuelle und geplante Änderungen des Bundes bei der Sprachförderung, Studienvorbereitung und berufssprachlichen Qualifizierung keine Bildungs-, Ausbildungs- und Fachkräftepotenziale verloren gehen.
Dazu wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
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Stellungnahme der Verwaltung
Auf Grund verwaltungsinterner Abstimmungen bittet die Verwaltung um Vertagung der Großen Anfrage auf die nächste Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration.