Originalquelle: ALLRIS-Original
202330 · 2021-02-17 · Große Anfrage · öffentlich
Antragsteller: BBB Bezirksfraktion Bad Godesberg Stefan Wolter
Das Rondell-Pflanzbeet – das sich direkt neben dem Tatort befindet – wird seit nunmehr fast 5 Jahren als eine Art „Schrein“ genutzt. Immer wieder werden dort Kerzen aufgestellt oder Gegenstände platziert, die an diese sinnlose Gewalttat erinnern.
Die Fragesteller sind interessiert zu erfahren, welche Ergebnisse die Verwaltung hinsichtlich eines würdigen Gedenkens an Niklas Pöhler nach nunmehr über 3 Jahren erzielt hat.
Wie lautet der aktuelle Sachstand hinsichtlich eines würdigen Gedenkens an den verstorbenen Niklas Pöhler, insbesondere zu den Ergebnissen des Arbeitskreis Gestaltung im Rahmen des von Ex-OB Sridharan einberufenen Runden Tisches Gewaltprävention, der Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdienststellen und Anliegern der Endhaltestelle Rheinallee und die Berücksichtigung der Anregungen aus der Bürgerschaft?
—— Beschlussauszug Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg vom 17.02.2021 2.24 Gedenken an Niklas Pöhler an der Rheinallee (DS alt: 1711673) vertagt 202330 Abstimmungsergebnis: einstimmig Die Große Anfrage wurde vertagt. Inhalt der vertagten Großen Anfrage:
Wie lautet der aktuelle Sachstand hinsichtlich eines würdigen Gedenkens an den verstorbenen Niklas Pöhler, insbesondere zu den Ergebnissen des Arbeitskreis Gestaltung im Rahmen des von Ex-OB Sridharan einberufenen Runden Tisches Gewaltprävention, der Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdienststellen und Anliegern der Endhaltestelle Rheinallee und die Berücksichtigung der Anregungen aus der Bürgerschaft?
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—— Beschlussauszug Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg vom 17.03.2021 2.11 Gedenken an Niklas Pöhler an der Rheinallee (DS alt: 1711673) zur Kenntnis genommen 202330 Abstimmungsergebnis: einstimmig Die Große Anfrage wurde zur Kenntnis genommen. Inhalt der Großen Anfrage: Wie lautet der aktuelle Sachstand hinsichtlich eines würdigen Gedenkens an den verstorbenen Niklas Pöhler, insbesondere zu den Ergebnissen des Arbeitskreis Gestaltung im Rahmen des von Ex-OB Sridharan einberufenen Runden Tisches Gewaltprävention, der Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdienststellen und Anliegern der Endhaltestelle Rheinallee und die Berücksichtigung der Anregungen aus der Bürgerschaft?
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Stellungnahme der Verwaltung
Der Runde Tisch „Gewaltprävention“ hat in seiner ersten Sitzung am 30. Mai 2016 einen Arbeitskreis „“Gestaltung“ eingerichtet. In dem Kreis sind u.a. Vertreter von Polizei, Sparkasse Köln Bonn, den Stadtwerken Bonn und städtischen Fachämtern aus dem Ordnungs-, Sozial- und Baudezernat zusammengekommen, um kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Gewaltprävention im Bahnhofsumfeld in Bad Godesberg zu erarbeiten und umzusetzen (vgl. Mitteilungsvorlage DS-Nr. __1613514__ ).
Die erste Sitzung des AK Gestaltung fand am 30. August 2016 statt, die weiteren Treffen am 18. Oktober 2016 (mit Begehung) und 22. Dezember 2016. Bei diesem Treffen sind die vom Büro barrio novo aus Gelsenkirchen erarbeiteten Handlungsempfehlungen vorgelegt worden. Diese werden bei den weiteren Umbau- und Gestaltungsplanungen berücksichtigt. Zum damaligen Stand sollten in 2017 Planungen für mittelfristige Maßnahmen im Rahmen der Umgestaltung der ehemaligen Endhaltestelle und der Buswendeschleife an der Rheinallee den zuständigen Gremien vorgestellt werden.
Nach Annahme des Antrages DS-Nr. __1711673__ im
_Gekürzt._
Sachverhalt
Der beantragte Gedenkstein/-tafel soll als Mahnmal für die Sinnlosigkeit von brutalen Gewalttaten dienen und das Andenken an die schreckliche Tat im Jahr 2016 aufrecht erhalten. Die Prügelattacke hatte aufgrund der Dimension und Brutalität damals wochenlang für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt und wurde entsprechend in Print und Fernsehen überregional thematisiert. Der Stadtteil Bad Godesberg geriet in diesem Zusammenhang immer wieder in negative Schlagzeilen.
In den letzten Jahren ist in Deutschland ein massiver Anstieg von sinnlosen Gewalttaten zu beobachten. Immer wieder gibt es Opfer als Folge von Prügel- und Messerattacken. Die vielen Blumen und Kerzen, die am Blumenrondell dort regelmäßig aufgestellt werden, sind ein Indiz dafür, dass der Tatort für viele aus der Bürgerschaft, Angehörige und Freunde, auch Jahre nach der Tat, ein wichtiger Ort der Erinnerung und Trauer ist.
Ähnliche Initiativen wurden bereits in der Bezirksvertretung Bad Godesberg in 2017 (Vgl. Drucksachenfolge ) diskutiert und das Ansinnen grundsätzlich als sehr positiv gesehen. Auch die Verwaltung sah es in ihrer Stellungnahme 202330-01-ST für sinnvoll an, die Fragestellung eines Gedenkens in Rahmen dies
_Gekürzt._
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt,
Sachverhalt
erfolgt mündlich
Beschlussvorschlag
Bei Annahme des Antrags DS 202330-01 wird der Gedenkstein/die Gedenktafel auf dem Grundstück der Einrichtung "Offene Tür Dürenstraße", Grundstücksnummer 3079, so errichtet, dass er vor Arrondierungen der Straßenverläufe von Rüngsdorfer Straße und Rheinallee im Zuge eines möglichen Ausbaus des Busknotens Rheinallee geschützt ist.
Stellungnahme der Verwaltung
Die Verwaltung verweist zunächst erneut auf die Stellungnahme ( __202330-01 ST__ ) zu dem Antrag aus dem Jahr 2021. Demnach ist "die Umgestaltung des Vorplatzes an der Rheinallee Bestandteil der Maßnahme A1 - Masterplan öffentlicher Raum des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes (ISEK) und soll in diesem Zusammenhang, ggf. auch unabhängig von einem Sparkassen-Neubau, umgestaltet werden. Es ist geplant, die Gestaltungsleitlinien, die auch für den betreffenden Bereich an der Rheinallee gelten sollen, durch ein Wettbewerbsverfahren zu erarbeiten. Das Wettbewerbsverfahren mit Verhandlungsverfahren wird zurzeit durchgeführt. Ergebnisse hierzu werden im September 2021 vorliegen (sh. __ST zu DS-Nr. 201529__ ). Aus Sicht der Verwaltung ist es (grundsätzlich) sinnvoll, die Fragestellung eines Gedenkens im Rahmen dieses weiteren Prozesses weiter zu verfolgen“.
Der Bereich der Endhaltestelle Rheinallee wird sowohl im Projekt Masterplan Innenstadt Bad Godesberg als auch im Projekt Städtebauliches Nutzungskonzept planerisch betrachtet. Allerdings b
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Beschlussvorschlag
Mitteilung:
Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hat in ihrer Sitzung am 25. Juni 2025 die Verwaltung beauftragt, an dem Rondell mit Hochbeet an der Straßenecke Rheinallee/Rüngsdorder Straße eine wertige Gedenkplakette anzubringen, die an die Gewalttat am 7. Mai 2016, an deren Folge Niklas Pöhler verstarb, erinnert. Die Plakette soll gemeinsam mit der Mutter von Niklas gestaltet werden.
Die Mutter von Niklas hat von einem ihr empfohlenen Unternehmen für Grabmale aus Winnenden in Baden-Württemberg den beigefügten Entwurf einer Gedenkstele gestalten lassen. Er ist aus hochwertigem Cortenstahl gefertigt und zeigt das Profil von Niklas. Der Text, der in die Metall-Stele eingearbeitet ist, befindet sich noch in Abstimmung.
Aus Sicht der Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg handelt es sich gestalterisch um einen sehr gelungenen Entwurf, der den Vorstellungen und Wünschen der Mutter und der Schwester von Niklas entsprechen. Verwaltungsintern bestehen keine Bedenken gegen die Umsetzung.
Die Stele soll zum 10. Jahrestag des Angriffs auf Niklas Pöhler Anfang Mai 2026 eingeweiht werden.