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beschlusstext · 2020-08-25 · Bezirksvertretung Bad Godesberg
—— Beschlussauszug Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg vom 25.08.2020 2.18.1 Aktueller Sachstand Starkregenprävention in Bad Godesberg vertagt 201411-1 ST Die Stellungnahme wurde vertagt. Inhalt der vertagten Stellungnahme: Zu 1.) Die Ergebnisse der von der Bezirksregierung beauftragten Ermittlung des Gesamtüberschwemmungsgebietes am Godesberger Bach wurden im vergangenen Jahr 2019 vorgestellt. Die vorgestellten Ergebnisse des Modells hielten der Validierung durch die eingetretenen Ereignisse nicht stand und wurden daraufhin nochmals überprüft. Die überarbeiteten Ergebnisse der Niederschlags-Abfluss-Modellierung wurden Ende Februar 2020 erneut vorgestellt und sind nun nachvollziehbar. Aufgrund coronabedingter Verzögerungen finden derzeit noch Abstimmungsprozesse zur Finalisierung statt. Die Bezirksregierung Köln will bis voraussichtlich Ende 2020 die Neuausweisung des gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebietes abschließen.
Zu 2.) und 3.) Anhand der in Punkt 1.) beschriebenen neuen Berechnungsergebnisse wird die von der Bundesstadt Bonn gemeinsam mit der Gemeinde Wachtberg beauftragte Studie zu möglichen baulichen Verbesserungsmaßnahmen des Hochwasserschutzes am Godesberger Bach angepasst. Deren Bearbeitung ist jedoch erst nach Vorliegen des überarbeiteten Niederschlags-Abfluss-Modells möglich. Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen, werden die ermittelten möglichen baulichen Maßnahmen, darunter fallen auch mögliche Maßnahmen zur Rückhaltung, auf Genehmigungsfähigkeit, Kosten-Nutzen, Flächenverfügbarkeit usw. bewertet und der Bezirksvertretung durch die Verwaltung vorgestellt. Diese Vorgehensweise entspricht dem Verfahren für den Mehlemer Bach. Am Mehlemer Bach wurden der Entlastungskanal zum Rhein und das Einlaufbauwerk an der Bachemer Straße im letzten Jahr fertiggestellt. Im Falle eines Überschwemmungsereignisses am Mehlemer Bach infolge von Starkregen können abfließende Wassermassen durch den Entlastungskanal in den Rhein geleitet werden. Das Überschwemmungsrisiko am Mehlemer Bach wird damit reduziert. Ebenfalls wurde eine Anpassung der Warnstufen zum vor Ort installierten Alarmpegel durchgeführt. Seite 1 von 2 Beschlussauszug der Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Seite 2 —— Das Starkregenereignis vom frühen Mittwochabend (12.08.20) über dem Bonner Stadtgebiet zeigte, dass der fertiggestellte Entlastungskanal am Mehlemer Bach die überschüssigen Wassermengen wie geplant zuverlässig in den Rhein ableitet. Auch die an Mehlemer und Godesberger Bach installierten Messpegel zur Warnung vor Hochwasser liefen im Betrieb unter realen Bedingungen einwandfrei. Warnungen vor steigenden Wasserständen an kritischen Bereichen wurden frühzeitig abgesetzt, ebenso wie an allen anderen überwachten Bonner Bächen. So konnten kritische Bereiche frühzeitig erkannt werden, wie beispielsweise die verlegten Gitter vor den Durchlässen an Lengsdorfer Bach (Im Mühlenbach) und Endenicher Bach (Am Burggraben), die rechtzeitig abgesenkt wurden.
Zu 4.) Konkrete Erkenntnisse liegen der Verwaltung dazu nicht vor. Um die betroffene Bürgerschaft und Unternehmen möglichst umfassend zu informieren, betreibt die Verwaltung eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Starkregen und Hochwasser und stellt entsprechende Informationen bereit: www.bonn.de/Hochwasser und www.bonn.de/starkregen Inkl. weiterführender Links zur Eigenvorsorge und Elementarschadensversicherung sowie Broschüren-Download Vortragstätigkeiten, Diskussionsrunden Veröffentlichung von Starkregen- und Hochwasserkarten unter stadtplan.bonn.de oIm Tiefbauamt gehen dazu regelmäßig An-/Nachfragen aus der Bürgerschaft sowie Planern ein. Im März startete die Kampagne „Bonn unterstützt“ ( bonn-unter.de). Die in Zusammenarbeit mit dem Hochwasserkompetenzzentrum e. V. (HKC) entwickelte Internetanwendung beinhaltet Informationen zum Hochwasserrisiko am Wohnort, zum baulichen HW-Schutz und Versicherungsmöglichkeiten, sowie weiterführende Informationen rund um die Themen Hochwasser und Starkregen. Coronabedingt konnte die Kampagne bisher nicht in dem ursprünglich geplanten Umfang beworben werden. Info-Stände in der Innenstadt, auf den Bonner Energietagen sowie weiteren Aktionstagen werden, sobald wieder möglich, nachgeholt. Wenn die Ergebnisse der Studie zum HWS am Godesberger Bach vorliegen - die europäische Hochwasser-Risiko-Management-Richtlinie sieht zunächst eine Ermittlung der Hochwassergefahren durch die Bezirksregierung vor - wird nochmals eine gezielte Information der Bevölkerung vor Ort, auch zur Eigenvorsorge, durch die untere Wasserbehörde stattfinden. Seite 2 von 2
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