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Ö 1.2.1 Große Anfrage CDU: Ladeinfrastruktur für E Fahrzeuge und Leistungsfähigkeit des Bonner Stromnetzes ab 2030 - Stellungnahme der Verwaltung

beschlusstext · 2022-02-10 · Rat

Beschlusstext (amtlich)

—— Beschlussauszug Sitzung des Rates vom 10.02.2022

1.2.1 Große Anfrage CDU: Ladeinfrastruktur für E Fahrzeuge und Leistungsfähigkeit des Bonner Stromnetzes ab 2030 - Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis genommen

211974-01 ST

Die Stellungnahme der Verwaltung hatte folgenden Wortlaut: Zur großen Anfrage haben die SWB folgende Stellungnahme übermittelt:

  1. Wie hoch ist derzeit die Anzahl der Ladepunkte für E-Fahrzeuge auf

dem Gebiet der Stadt Bonn? Insgesamt sind im Bonner Netzgebiet rd. 1.200 angemeldete, zum größten Teil private Ladepunkte vorhanden. Die Stadtwerke betreiben derzeit bereits 174 öffentliche/halb-öffentliche Ladepunkte in Bonn, davon 160 Normalladepunkte bis 22 kW und 14 Schnellladepunkte bis 150 kW. In 39 von 51 Ortsteilen haben die Stadtwerke mindestens zwei Ladepunkte installiert.

  1. Wie hoch ist die Anzahl der Ladepunkte, die nach Ansicht der

Verwaltung im Jahre 2030, 2035 und 2040 erforderlich sind? Wie sich die gesamte Anzahl der Ladeinfrastruktur in 10, 15 und 20 Jahren entwickelt, ist derzeit schwer abzuschätzen, da sie von zahlreichen Faktoren abhängt (z.B. Preisentwicklungen, privaten Kaufentscheidungen, Gesetzeslage, Ausbau öffentl. Ladestruktur bzw. Ladestruktur am Arbeitsplatz, Verfügbarkeit von Fahrzeugen, Mobilitätsverhalten, usw.). Die aktuelle Ausbaustrategie der Stadtwerke sieht einen flächendeckenden Ausbau mit rd. 370 Ladepunkten (bis 2023) und mit über 600 Ladepunkten (bis 2025), verteilt im gesamten Stadtgebiet, vor. Sollte die Marktdynamik einen noch schnelleren Ausbau erforderlich machen, werden die Stadtwerke dieser Dynamik im Ausbau entsprechend anpassen. Das Gleiche gilt für das attraktive Angebot der Stadtwerke für private Ladepunkte. Auch hier bauen die Stadtwerke ihr Angebot sukzessive aus und passen es den Marktgegebenheiten laufend an.

  1. Ist die Netzstruktur der Stromversorgung in der Stadt Bonn so

ausgelegt, dass sie den Anforderungen der oben genannten Jahre gerecht wird? Die Stadtwerke Bonn, genauer die BonnNetz GmbH als Konzessionär der Stromnetze, betrachtet neben den Anforderungen aus der Elektromobilität auch die netzseitigen Herausforderungen hinsichtlich der perspektivischen Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und sukzessive ansteigenden Anzahl Seite 1 von 2

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—— an PV-Anlagen. Dabei hängen die Herausforderungen maßgeblich von der Ausbautiefe und der Dynamik der wesentlichen Treiber ab. BonnNetz prüft deswegen regelmäßig die Anforderungen an den notwendigen zukünftigen Netzausbau und plant die zusätzlich erforderlichen Investitionen in den Netzausbau und Veränderungen im Netzkonzept ein. Zum Beispiel werden Standardbetriebsmittel größer dimensioniert, um steigenden Leistungsanforderungen gerecht zu werden. Die Annahmen und Planungen werden in regelmäßigen und sinnvollen Abständen an politische, gesellschaftliche und technologische Veränderungen hinterfragt und angepasst.

  1. Falls nein: Welche Investitionen sind notwendig, um diesen Zustand

herbeizuführen? Eine Anpassung der Stromnetze wird neben punktuellen Erweiterungsmaßnahmen insbesondere auch im Rahmen von anstehenden Erneuerungsmaßnahmen im Bestand durchgeführt. Dabei werden z.B. anstelle eines 1-zu-1-Tausches von Betriebsmitteln Netzumstrukturierungen und Verstärkungen umgesetzt, um zukünftige Anforderungen zu berücksichtigen.

  1. Welcher Zeitbedarf ist nach Einschätzung der Verwaltung notwendig,

um diese Infrastrukturmaßnahmen durchzuführen? Die Investitionen werden kontinuierlich umgesetzt, dabei erfolgt eine Priorisierung der Maßnahmen nach Dringlichkeit und Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung. Die hier aufgeführten Antworten seitens der SWB werden zunächst durch Dezernat III übermittelt. Die künftige verwaltungsseitige Federführung für das Thema wird derzeit noch abgestimmt.

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PDF-Kopie: https://mcp.linkebonn.de/dokument/top:49006/pdf

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