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Ö 8.6 Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans für die Bundesstadt Bonn zum 01.01.2023

beschlusstext · 2021-12-07 · Bezirksvertretung Bonn

Beschlusstext (amtlich)

der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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Die Organisation und Durchführung dieser Aus- und Fortbildungsmaßnahmen obliegt den im Sachgebiet tätigen Tagesdienstmitarbeite nden in Verbindung mit den oben genannten Beteiligten. Um einen praxisorientierten Ablauf der Leitstellentätigkeit zu gewährleisten, ist für das Personal eine regelmäßige Hospitation im Einsatzdienst vorgesehen. 6.1.3 Technische Einrichtungen Im Jahr 2013 wurde das neuerrichtete Leitstellengebäude auf dem Gelände der Feuerwache 1 in Betrieb genommen. Hier befinden sich neben dem Leitstellenbetriebsraum auch die erforderlichen Technik -, (I nformations-, Kommunikations- und Netzwerktechnik) Büro - und Sozialbereiche. Ferner befindet sich hier das Führungs - und Lagezentrum zur stabsmäßigen Führung bei großen Schadenlagen, einschließlich der Einric htungen zur Erweiterung der Notruf abfrage und Bürgerinformation. 6.1.3.1 Einsatzleitplätze Um das Aufkommen an Notrufen und Hilfeersuchen erfüllen zu können, stehen in der Leitstelle bis zu zehn Einsatzleitplätze zur Verfügung, wovon i m Tagesbetrieb regelmäßig dre i Plätze für die Notrufbearbeitung , ein Platz für die Disposition von Interhospitaltransporten und zwei Plätze für die Krankentransportdisposition betrieben werden. Im Bedarfsfall (aufwachsende Einsatzlagen) können zwei von vier dann noch zu Verfügung steh enden Einsatzleitplätze unverzüglich durch weiteres Personal besetzt werden. Hierbei nicht berücksichtigt sind aktuell Ausfallszenarien unter Volllast, sowie die Übernahme von Dispositionsaufgaben für den Rhein-Sieg-Kreis bei Ausfällen oder Überlast in der dortigen Leitstelle (Rückfallbetrieb oder Notrufüberlauf), welche sich aus der entsprechenden Kooperationsvereinbarung ergeben. 6.1.3.2 Notruftechnik Um sicherzustellen, dass unter allen Bedingungen eingehende Notrufe entgegengenommen werden können, muss die Tele fonanlage die parallele Bearbeitung einer entsprechenden Anzahl von Notrufen und sonstigen Hilfeersuchen gewährleisten. Die vorhandene Telefonanlage ermöglicht bis zu 16 parallele Gespräche über die Notrufleitung 112 und vier parallele Gespräche über die Krankentransportleitung 652211. Notrufe von Menschen mit Hörbehinderungen werden über ein Notruffax und den Gebärdendolmetscherdienst „Tess-Relay“ sowie voraussichtlich ab dem dritten Seite 51 von 146 Rettungsdienstbedarfsplan der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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Quartal 2021 über die bundeseinheitliche Notruf-App „nora“ entgegengenommen und bearbeitet. Neben dem Notruf 112 wird zusätzlich die Notrufnummer 19222, die in verschiedenen Bundesländern noch für den Rettungsdienst verwendet wird, abgefragt. 6.1.3.3 Einsatzleitsystem Von zentraler Bedeutung für die Arbeit der Leitstelle ist das Einsatzleitsystem, das die eingegebenen Informationen aus der Notrufabfrage auswertet, Alarmierungsvorschläge erstellt und die betreffenden Einheiten alarmiert. Berücksichtigt werden hierbei das vom Disponenten /von der Disponentin vergebene Einsatzstichwort, die Örtlichkeit, sowie die Verfügbarkeit geeigneter, einsatzbereiter Fahrzeuge. Weiterhin verwaltet e s alle einsatzbezogenen Informationen und ermöglicht eine lückenlose Dokumentation. Für die Einsatzunterstützung dient e s als Nachschlage- und Informationssystem. Der mit dem Neubau der Leitstelle geschlossene Leitstellenverbund mit dem Rhein - Sieg-Kreis hat weiterhin Bestand . In beiden Leitstellen wird auf dem gleichen, miteinander gekoppelten Einsatzleitsystem gearbeitet , was Voraussetzung für den Redundanzbetrieb beider Leitstellen ist. Durch die bei der Umsetzung des Redundanzbetriebs erreichte Systemintegration wird eine Echtzeitdisposition aller Notrufe auch im Überlastfall in beiden Gebietskörperschaften sichergestellt. Auch ist hierdurch die Aufrechterh altung der Notrufabfrage bis hin zum Totalausfall einer der beiden Leitstellen abgesichert. In das Einsatzleitsystem integriert ist ein GPS -Modul zur Standortanzeige und zum Routing. Die Leitstelle bekommt Einsatzstellen und Fahrzeugstandorte auf Basis der Stadtkarte, sowie Einsatzmittelvorschläge zu den Einsatzstellen angezeigt und ist so in der Lage, ortsnah zu einer Einsatzstelle stehende Fahrzeuge unmittelbar zuzuordnen. Nach Zuordnung durch die Leitstelle werden die relevanten Einsatzinformationen sowie ein Routenvorschlag im Fahrzeug angezeigt. Um dieses System konsequent im Sinne einer „Nächsten Fahrzeug – Strategie“ betreiben zu können, sind alle Notarzteinsatzfahrzeuge und Rettungswagen entsprechend technisch ausgestattet. Insgesamt wird durch die s o erreichte Verkürzung der Hilfsfristen die Qualität der notfallmedizinischen Versorgung deutlich gesteigert. Seite 52 von 146 Rettungsdienstbedarfsplan der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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6.1.3.4 Alarmierung Digitales, flächendeckendes Funkalarmierungssystem für „stille Alarmierung“ mit Übertragung von Texten und Zahlen, gekoppelt mit dem Einsatzleitsystem. Zusätzliche Alarmierung über einen mit dem KMS (Kommunikations -Management- System) gekoppelten Wachalarm zur gezielten Durchsage auf den einzelnen Feuer - und Rettungswachen. Es ist geplant diesen Wachalarm ebenfalls mit dem ELS (Einsatzleitsystem) zu koppeln und zur Entlastung der in der Disposition eingesetzten Mitarbeitenden Alarmdurchsagen durch das System Text to Speech (automatisierte Sprachdurchsage) durchführen zu lassen. 6.1.3.5 Funkkommunikation Die Umstellung auf den Digitalfunk als Gru ndsystem ist abgeschlossen und wird sowohl im Bereich des Fahrzeugfunks als auch im Bereich des Einsatzstellenfunks flächendeckend genutzt. Sofern sich aus der auf Erlassbasis getroffenen Festlegung der Leitstelle als t aktisch / t echnische Betriebsstelle (TTB) organisatorischer oder personeller Zusatzbedarf entwickelt, ist diesbezüglich eine entsprechende Anpassung vorzunehmen. 6.1.3.6 Sprachdokumentation Digitalisierte Kurzzeit - und Langzeitdokumentation für Notruf -, Sprechfunk - und Fernmeldekommunikation. 6.1.3.7 Stromversorgung Stromeinspeisung mit unterbrechungsfreier Stromversorgung und hauseigene r Notstromersatzanlage mit zusätzlichem Rückfallersatzsystem sowie der Möglichkeit der Einspeisung über externes Fremdaggregat. 6.1.4 Qualitätsmanagement Die Aufgabe zur Durchführun g eines Qualitätsmanagements ystems innerhalb der Leitstelle leitet sich aus den gesetzlichen Vorgaben in den §§ 7a RettG NRW (2) und 3 BHKG NRW – Aufgaben der Gemeinde (3) ab. Folgende Qualitätsmerkmale hat der Gesetzgeber hierbei vorgegeben: 6.1.4.1 Strukturqualität z.B. Schutzziel Leitstelle, Alarm- und Ausrückordnung, Handlungsleitfaden Seite 53 von 146 Rettungsdienstbedarfsplan der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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6.1.4.2 Prozessqualität z.B. strukturierte Notrufannahme, Disposition, Alarmierungsabläufe, Maßnahmen zur Unterstützung (Anleitung zu Erster-Hilfe, Telefonreanimation etc.) 6.1.4.3 Ergebnisqualität z.B. Dokumentation des Einsatzgeschehens, Einhaltung des Schutzziels, Lageeinschätzung, situationsangepasster Einsatz von Rettungsmitteln. 6.1.4.4 Organisation des Qualitätsmanagements innerhalb der Leitstelle Grundlage für das Qualitätsmanagementsystem inner halb der Leitstelle sind die im Rahmen der Leitstellen -Kooperation 2013 (Bundesstadt Bonn / Rhein -Sieg Kreis) gefassten Prozessbeschreibungen als Voraussetzung für ein gemeinsames, übergreifendes Arbeiten beider beteiligter Leitstellen , sowie die in §7a Re ttG NRW aufgeführten Punkte. In § 7a RettG NRW ist die Schaffung eines QM -Systems gesetzlich beschrieben. Auf dieser gesetzlichen Grundlage ist das QM-System der Leitstelle weiterzuentwickeln. Teil der Maßnahmen ist die Auswertung der unter 7.1.5 festgehal tenen Schutzziele Leitstelle mit Hilfe eines Analysesystems, das auf die Daten des Einsatzleit systems sowie des Kommunikations -Management-Systems (KMS) zugreift sowie die Durchführung von strukturierten Gesprächsauswertungen. Dies ist ein Teil der Basis für die Weiterentwicklung des QM-Systems und Bedarfsplanung. 6.1.5 Schutzziel Leitstelle Die Einhaltung der Hilfsfrist als Qualitätsmerkmal der rettungsdienstlichen Versorgung hängt maßgeblich von der Disposition in der Leitstelle ab. Grundlage hierfür ist die Empfehlung AGBF für Qualitätskriterien für die Bedarfsplanung von Feuerwehren in Städten. Daher wird analog zum Brandschutzbedarfsplan auch ein Schutzziel für die Leitstelle festgelegt. Der Sollzustand wird durch folgende Größen abgebildet:  Abfrage sämtliche r Notrufe innerhalb von fünf Sekunden nach der ersten Signalisierung mit einem Erreichungsgrad von 90%.  Maximale Dispositionszeit (Zeit zwischen Notrufeingang und Alarmierung) von 90 Sekunden in 90% aller Fälle.  Einhaltung der Vorgaben der strukturierten Notrufabfrage. Seite 54 von 146 Rettungsdienstbedarfsplan der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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6.2 Notfallrettung Um die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit rettungsdienstlichen Leistungen gewährleisten zu kö nnen, sind Standorte von Rettungswachen festzulegen, die eine Erreichbarkeit nahezu aller Notfallorte innerhalb der def inierten Hilfsfristen ermöglichen . Im Rahmen der kontinuierlichen Bedarfsprüfung und –anpassung werden derzeit folgende Strukturen vorgehalten: 6.2.1 Wachkreis 1 Standort: Feuer- und Rettungswache 1 Lievelingsweg 112, 53119 Bonn

Der Standort m it überwiegenden Gebäudeanteilen aus den frühen 1970er Jahren muss grundlegend modernisiert werden. Der Stadtrat hat im Juni 2021 mit einem Zielbeschluss die Verwaltung mit der planerischen Vorbereitung der Abriss - und Neubaumaßnahmen der Feuerwache 1 am gleichen Standort beauftragt. Die im Jahr 2013 fertiggestellte Rettungsleitstelle und der generalsanierte Schlauchturm bleiben von der Planung unberührt.

Einsatzbereich: Der Wachkreis 1 umfasst den Stadtbezirk Bonn und wird durch die nördliche Stadtgrenze , den Rheinstrom sowie die Wachkreise 3 und 4 begrenzt. Versorgt werden die Ortsteile: Graurheindorf, Auerberg, Buschdorf, Tannen - busch, Dransdorf, Meßdorf (teilweise), Endenich, Nordstadt, Weststadt, Castell, Zentrum, Poppelsdorf, Südstadt, Kessenich (te ilweise), Gronau (teilweise), Venusberg (teilweise), Ippendorf (teilweise). Sonstige Einsatzbereiche: BAB 555 bis AS Bornheim, BAB 555 in Fahrtrichtung Bonn ab AS Bornheim, BAB 565 in Fahrtrichtung Koblenz von AS Auerberg bis AS Hardtberg sowie in Fahrtr ichtung Köln von AS Endenich bis AS Beuel Nord. Größe des Einsatzbereiches: ca. 28 qkm Einwohner im Einsatzbereich: ca. 125.000 Einwohner / qkm: ca. 4.500

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Fahrzeugvorhaltung: Tabelle 6 Fahrzeugvorhaltung Wachkreis 1 Fahrzeuge Vorhaltung Besetzung 2 RTW 24 Stunden – 365 Tage Festbesetzung 1 RTW 12 Stunden – montags bis donnerstags 24 Stunden – freitags und samstags Festbesetzung 1 RTW 12 Stunden – montags bis freitags Festbesetzung 1 RTW 24 Stunden – 365 Tage Spitzenabdeckung

Die Besetzung eines 24 -Stunden-Fahrzeugs sowie der Spitzenabdeckung erfolgt durch Personal der Berufsfeuerwehr. Die übrigen Fahrzeug e werden durch Leistungserbringer gem. § 13 RettG NRW besetzt.

6.2.2 Wachkreis 2 Standort: Feuer- und Rettungswache 2 Maarstr. 8 - 10, 53227 Bonn Einsatzbereich: Der Einsatzbereich umfasst die gesamten rechts - rheinischen Stadtteile. Hierzu gehören die Ortsteile: Schwarz-Rheindorf, Vilich, Vilich -Müldorf, Geislar, Bechlinghoven, Pützchen, Kohlkaul, Holzlar, Gielgen, Hoholz, H oltorf, Oberkassel, Ramersdorf, Küdinghoven, Limperich, Beuel -Zentrum, Ungarten, Vilich-Rheindorf, Roleber, Heidebergen. Sonstige Einsatzbereiche: BAB 59 / B 42 in Fahrtrichtung Köln von AS Königs- winter-Oberdollendorf bis AB-Dreieck Beuel sowie in Fahrtrichtung Königswinter von AB -Dreieck Beuel bis Stadtgrenze, BAB 565 von AB Dreieck Beuel bis AS Troisdorf. Größe des Einsatzbereiches: ca. 23 qkm Einwohner im Einsatzbereich: ca. 68.000 Einwohner / qkm: ca. 2.900

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Fahrzeugvorhaltung: Tabelle 7 Fahrzeugvorhaltung Wachkreis 2 Fahrzeuge Vorhaltung Besetzung 1 RTW 24 Stunden – 365 Tage Festbesetzung 1 RTW 12 Stunden – 365 Tage Festbesetzung 1 RTW 24 Stunden – 365 Tage Spitzenabdeckung

Die Festbesetzung erfolgt durch einen Leistung serbringer gem. § 13 RettG NRW, während die Besetzung der Spitzenabdeckung ganzjährig durch Einsatzpersonal der Berufsfeuerwehr erfolgt. 6.2.3 Wachkreis 3 Standort: Feuer- und Rettungswache 3 Friesdorfer Str. 160, 53175 Bonn

Der Standort mit einem Gebäude aus den frühen 1970er Jahren muss grundlegend modernisiert werden. Bei gleicher Geschossigkeit des Wachgebäudes und zweigeschossiger Fahrzeughalle hat der Stadtrat 2021 einem Abriss und Neubau am gleichen Standort zugestimmt.

Einsatzbereich: Der Einsatzbereich wird durch die Einsatzbereichs - grenzen der Rettungswachen 1 und 4, Mitte Rhein - strom, Landesgrenze NRW und westl. Grenze der Gemeinde Wachtberg begrenzt. Abgedeckt werden die Ortsteile: Bad Godesberg, Kessenich (teilweise), Dottendorf, Gronau (tei lweise), Regierungsviertel, Friesdorf, Plittersdorf, Lannesdorf, Rüngsdorf, Mehlem, Muffendorf, Schweinheim, Heiderhof, Pennenfeld, Hochkreuz, Villenviertel. Größe des Einsatzbereiches: ca. 33 qkm Einwohner im Einsatzbereich: ca. 88.000 Einwohner / qkm: ca. 2.700

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Fahrzeugvorhaltung: Tabelle 8 Fahrzeugvorhaltung Wachkreis 3 Fahrzeuge Vorhaltung Besetzung 2 RTW 24 Stunden – 365 Tage Festbesetzung 1 RTW 24 Stunden – 365 Tage Spitzenabdeckung 2 RTW 12 Stunden, Mo. bis Fr. Festbesetzung

Ein 24- h besetzter RTW sowie die Spitzenabdeckung wird durch Personal der Berufsfeuerwehr besetzt, während die Besetzung des zweiten 24- h vorgehaltenen RTW, sowie die RTW in Tagesbesetzung durch einen Leistungserbringer gem. § 13 Abs. 1 RettG NRW erfolgt. 6.2.4 Wachkreis 4 Standort: Rettungswache 4 Auf dem Kirchbüchel 4, 53123 Bonn Einsatzbereich: Der Einsatzbereich wird durch die Einsatzbereichsgrenzen der Rettungswachen 1 und 3 sowie der westlichen Stadtgrenze begrenzt. Abgedeckt werden die Ortsteile: Duisdorf, Finkenhof, Medinghoven, Lessenich, Lengsdorf, Meßdorf (teilweise), Ückesdorf, Röttgen, Ippendorf (teilweise), Brüser Berg, Venusberg (teilweise) Sonstige Einsatzbereiche: BAB 565 zwischen AS Lengsdorf und AS Meckenheim Merl in beide Fahrtrichtungen. Größe des Einsatzbereiches: ca. 23 qkm Einwohner im Einsatzbereich: ca. 52.000 Einwohner / qkm: ca. 2.300

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Fahrzeugvorhaltung: Tabelle 9 Fahrzeugvorhaltung Wachkreis 4 Fahrzeuge Vorhaltung Besetzung 1 RTW 24 h – 365 Tage fest besetzt 1 RTW 12 h – 365 Tage fest besetzt 2 RTW 12 h montags - freitags fest besetzt

Die Besetzung der an der Rettungswache 4 stationierten Rettungswagen erfolgt durch einen Leistungserbringer gem. § 13 Abs. 1 RettG NRW. 6.2.5 Dezentrale Standorte Um einerseits die Erreichbarkeit von rettungsdienstlichen Einsatzstellen im Stadtgebiet zu verbessern, als auch die Abwicklung spezieller Transportaufgaben zu optimieren, werden über die Feuer - und Rettungswachen hinaus drei zusätzliche Rettungsdienststützpunkte betrieben, an denen jeweils ein Rettungswagen montags bis freitags in Tagesvorhaltung ausgelagert stationiert ist. 6.2.5.1 Universitätsklinikum Bonn Bereits im Jahre 2012 wurde ein Rettungswagen am Interdisziplinären Notfallzentrum des Universit ätsklinikums Bonn stationiert, der schwerpunktmäßig Interhospitaltransporte von Intensivpatienten *innen übernimmt und darüber hinaus den dortigen Hubschrauberlandeplatz sowie die notfallmedizinische Versorgung der Ortsteile Venusberg und Ippendorf abdeckt. Das Fahrzeug wird aus der Vorhaltung im Wachkreis 4 im Rahmen einer Tagesfunktion (montags bis freitags von 08:00 bis 20:00 Uhr) gestellt. 6.2.5.2 Johanniter Krankenhaus Im Jahre 2015 wurden die Voraussetzungen zur Stationierung eines Rettungswagens am Johanniter Krankenhaus geschaffen. Von diesem Rettungsdienststützpunkt aus ist eine optimierte Erreichbarkeit und damit eine Verbesserung der Hilfsfristerreichung der südlichen Ortsteile im Stadtbezirks Beuel (Anfahrt über die Südbrücke ) gegeben. Gleichzeitig trägt diese Maßnahme zur Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung in den Bereichen Südstadt, Gronau und Bad -Godesberg Nord bei. Der Standort ist funktional derzeit Feuer- und Rettungswache 3 zugeordnet und wird durch Seite 59 von 146 Rettungsdienstbedarfsplan der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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einen ausgelagerten Rettungswagen in Tagesvorhaltung (montags bis freitags von 08:00 bis 20:00 Uhr) betrieben. 6.2.5.3 Koblenzer Straße Als Konsequenz aus der Bedarfsplanfortschreibung 2018, in der festgestellt wurde , dass die südlichen Ortsteile im Stadtbezirk Bad Godesberg weiterhin nicht sicher innerhalb der planerischen Hilfsfrist erreicht werden können, wurde im Bereich der Unterkunft für Geflüchtete in der Koblenzer Straße 148 ein Stützpunkt für den Rettungsdienst eingerichtet. Der Standort ist funktional der Feuer- und Rettungswache 3 zugeordnet und wird durch einen ausgelagerten Rettungswagen in Tagesvorhaltung (montags bis freitags von 08:00 bis 20:00 Uhr) betrieben. 6.3 Notarztdienst Wesentlicher Bestandteil des Systems zur Versorgung von Notfallpatienten ist der Notarztdienst, der gem. § 6 Abs. 1 RettG NRW Bestandteil des öffentlichen Rettungsdienstes ist. In der Stadt Bonn wurde der Notarztdienst im Jahre 1971 eingerichtet, wobei die wesentlichen Eckpunkte des Systems bis heute erhalten geblieben sind. So wurde bereits damals entschieden, den No tarztdienst im Rendezvoussystem zu betreiben, was bedeutet, dass der Notarzt /die Notärztin getrennt vom Rettungswagen eine Einsatzstelle anfährt, bei Bedarf in den Rettungswagen umsteigt und den Transport in das Zielkrankenhaus begleitet. Einsatzmittel für den Transport des Notarztes /der Notärztin ist das Notarzteinsatzfahrzeug. Der Vorteil des Systems liegt darin, dass der Notarzt /die Notärztin nach der Behandlung eines Patienten /einer Patientin für weitere Einsätze verfügbar ist, wenn der Transport in das Zielkrankenhaus ohne Begleitung durch den Notarzt/die Notärztin durchgeführt werden kann. Dies gilt auch für den Fall einer Transportbegleitung, wenn der Patient/die Patientin ausreichend stabilisiert ist und der Notarzt/die Notärztin bei Bedarf wieder in das begleitende Notarzteinsatzfahrzeug umsteigt. Ebenfalls bereits im Jahre 1971 wurde die Stadt Bonn in die Notarztbezirke Bonn-Nord und Bonn-Süd eingeteilt. Diese Einteilung hat sich bewährt und ist in ihren Grundstrukturen ebenfalls noch gültig. Ledigl ich der räumliche Zuschnitt der Notarztbezirke wurde an die veränderten Verkehrswege, die taktischen Erfordernisse und die höheren Einsatzzahlen angepasst. In jedem Notarztbezirk wird ein ganzjährig Seite 60 von 146 Rettungsdienstbedarfsplan der Bundesstadt Bonn Fortschreibung 2023

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24-stündig besetztes Notarztfahrzeug vorgehalten, die auf den jeweiligen Feuer- und Rettungswachen (Wache 1 und 3) stationiert sind. Um der stetig steigenden Anzahl an Notarzteinsätzen und den Anforderungen an die Qualität der Patientenversorgung gerecht zu werden, wird seit dem 01.11.2010 auf der Feuerwache 1 ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug vorgehalten, das montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr besetzt ist. Außerhalb der Regelarbeitszeit kann bei Großschadenlagen und sonstigen Sonderlagen kurzfristig ein weiteres Reserve -Notarzteinsatzfahrzeug durch Ärzte*innen der Leitenden Not arztgruppe besetzt werden. Durch die vorgenannten Ärzte*innen werden ebenf

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